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Sport Motorsport
01/09/2012

Ein Skisprung-Star auf Abwegen

Der ehemalige Skispringer Adam Malysz hat bei der Rallye Dakar nur ein Ziel - das Ziel.

Sein erstes Leben liegt hinter ihm. 17 Jahre lang segelte Adam Malysz als Skispringer √ľber die Schanzen dieser Welt. Er holte 39 Weltcupsiege, vier Mal den Gesamtweltcup, vier olympische Medaillen, vier Mal WM-Gold und ein Mal den Sieg bei der Vierschanzentournee.

Doch nun hat der 34-j√§hrige Pole eine neue Herausforderung: Am 1. J√§nner startete er in S√ľdamerika in seine erste Rallye Dakar.

Bescheidenes Ziel

Im Mitsubishi will Malysz, der in seiner Heimat auch nach seiner Karriere als Flieger Heldenstatus genie√üt, die h√§rteste Rallye der Welt bew√§ltigen. Fr√ľher z√§hlte f√ľr ihn nur der Sieg, nun sind seine Ziele weit niedriger gesteckt als jene seiner Konkurrenten. W√§hrend es f√ľr die Motorsport-Profis um Top-Platzierungen geht, will der Pole nur eins: im Ziel ankommen.

Vorsicht

Womit er einigen Teilnehmern bereits viel voraus h√§tte. 45 Starter mussten auf den ersten sieben Etappen aufgeben, Malysz ist als 39. immer noch im Rennen. "Ich habe einen erfahrenen Beifahrer, der mir immer wieder sagt, dass ich meine Grenzen nicht √ľberschreiten soll. Zu viel Risiko kann t√∂dlich sein."

W√§hrend in seiner Zeit als Skispringer Temperaturen bis zu minus 20 Grad Celsius auf der Tagesordnung standen, hat Malysz bei der Dakar mit dem anderen Extrem zu k√§mpfen. "Es herrscht eine unglaubliche Hitze, in unserem Auto hat es w√§hrend der Etappen bis zu 60 Grad", sagt Malysz, der sich mit Testfahrten in Dubai und der W√ľste von Marokko auf die Temperaturen vorbereitete. "Ich versuche einfach, das Wetter auszublenden und mich auf das Wesentliche zu konzentrieren."

Die Fahrer an der Spitze wissen bereits, wie man am besten mit den schwierigen Bedingungen zurechtkommt. Rekordsieger St√©phane Peterhansel (F) f√ľhrt weiterhin das Feld an. Bei den Motorr√§dern f√ľhrt der Spanier Marc Coma mit der √∂sterreichischen KTM. Ein weiterer Erfolgsnachweis f√ľr das Werk, das knapp die H√§lfte der Teilnehmer ausstattet. Der einzige rot-wei√ü-rote Starter, der Motorradfahrer Ferdinand Kreidl, musste w√§hrend der siebenten Etappe aufgeben. Der 44-J√§hrige schied auf Rang 91 liegend wegen eines Kupplungsschadens aus.

Verzweifelte Konkurrenz

Andere Probleme haben die Veranstalter der Rallye-WM: Kurz vor dem Saisonstart steht man ohne Vermarkter da. Der Internationale Automobilverband FIA k√ľndigte den Vertrag mit North One Sport ( NOS). "NOS ist seinen Verpflichtungen nicht nachgekommen und hat einen fundamentalen Vertragsbruch begangen", hie√ü es in einer Presseerkl√§rung der FIA zwei Wochen vor dem WM-Start mit der Rallye Monte Carlo (17.‚Äď22. J√§nner).

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