FILE -In this Aug. 8, 1992 photo, the United States' Michael Jordan, center, poses with his gold medal in Barcelona with a flag dropped over his shoulder to hide a rival sponsor's logo on his jacket. When London Olympic organizers mistakenly displayed the South Korean flag on a jumbo screen instead of North Korea's before a women's soccer match Wednesday,July 25, 2012, another flag controversy occurred and prompted the North Koreans to refuse to take the field for nearly an hour. (Foto:Susan Ragan,File/AP/dapd)

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Eine Legende wird 50
02/16/2013

Michael "Air" Jordan wird 50

Michael Jordan, der populärste Basketballer der Geschichte, feiert seinen 50. Geburtstag.

von Florian Plavec

Was Muhammad Ali für das Boxen ist, Pelé für Fußball, Michael Schumacher für den Motorsport und Tiger Woods für Golf, das ist Michael Jordan für Basketball. „MJ“ hat seinen Sport geprägt, wie kein anderer Basketballer zuvor und kreierte eine eigene Marke: „Air Jordan“. Am Sonntag wird der Überflieger 50 Jahre alt.

Die bekannteste Rückennummer 23 der Sportgeschichte wird beim NBA-Allstar-Wochenende in Houston gefeiert werden und dort den aktuellen Stars wie Kevin Durant, Kobe Bryant und LeBron James die Show stehlen. „Keine Frage, er ist der Beste, den es jemals gab“, sagt auch Earvin „Magic“ Johnson, ebenfalls eine lebende Basketball-Legende.

Michael Jordan – der Name wurde zum Inbegriff des Siegens. In den Neunzigern führte er die Chicago Bulls in acht Jahren zu sechs Meistertiteln. In allen sechs Endspiel-Serien wurde er zum wertvollsten Spieler gewählt. Basketball habe ihm immer alles bedeutet, sagt Jordan. Früh wurde das Feuer für den Sport entfacht. Als 16-Jähriger tat er alles dafür, seinen Traum zu verwirklichen. Vorerst vergeblich. Im High-School-Team durfte er nicht spielen – sein Coach hielt ihn mit seinen 1,80 Metern für zu klein. Jordan reagierte wie ein Sieger: „Ich wollte dem Kerl beweisen: du hast einen Fehler gemacht.“ Der Shooting Guard wurde 1,98 Meter groß – und der größte seiner Zunft.

„Basketball hat mir die Chance gegeben, meine Leidenschaft mit Millionen anderen zu teilen – und zwar auf eine Art, die ich nicht erwartet habe und mir auch niemals hätte vorstellen können.“

Selbst Gegner schauten fasziniert zu, wenn er mit herausgestreckter Zunge durch die Arenen Richtung Korb flog. „Es war das Schlimmste, wenn er auf dich zudribbelte, dir in die Augen schaute und du absolut keine Ahnung hattest, was er als nächstes mit dir macht“, erinnert sich Larry Bird. Zusammen mit „Magic“ Johnson machte Jordan Basketball salonfähig und trug den Sport in die Welt hinaus – nicht nur bei seinen beiden Olympiasiegen 1984 und 1992 mit der US-Auswahl.

Wirtschaftswunder

Michael Jordan wurde zum meistvermarkteten Sportler seiner Zeit. Mit dem Animationsfilm „Space Jam“ schaffte er es nach Hollywood. Für die von ihm beworbenen Unternehmen generierte er einen Erlös von zehn Milliarden US-Dollar, errechnete die Wirtschaftszeitschrift Fortune. Der Wert der Chicago Bulls verzehnfachte sich während seiner Karriere.

Jordans größter Coup war aber eine Unterschrift, die er zu Beginn seiner Karriere unter einen Vertrag des damals noch wenig beachteten Sportartikelhersteller „Nike“ setzte. Heute sind 58 Prozent der in den USA verkauften Basketball-Schuhe „Air-Jordan“-Modelle, bis dato gibt es 26 verschiedene. Der Hauptsitz von „Nike“ befindet sich im „Michael Jordan Building“ in Oregon.

Bei seiner Aufnahme in die Hall of Fame im Jahr 2009 sagte Jordan, dass man ihn eventuell mit 50 wieder spielen sehen werde. Als daraufhin Gelächter ausbrach, warnte er: „Lacht bloß nicht.“