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Sport
08/04/2012

Lochte: Wasser marsch im Becken

Während der Superstar ins Olympia-Becken uriniert hat, dominieren die USA ganz klar die Schwimm-Bewerbe.

von Jürgen Preusser

Gut, dass Samstag der letzte Schwimmtag war. Ryan Lochtes Outing in einer TV-Show, dass er und andere immer wieder ins Wasser pinkeln, erregt die Gemüter. Was seit Erfindung des Schwimmens normal ist, erregt plötzlich die Gemüter. So lange es nicht die Turmspringer vom Sprungbrett machen ...

Etwas ernster wird die Überlegenheit der Amerikaner im Aquatic Center genommen. Über 30 Medaillen gehen auf das Konto des US-Teams. Die eindrucksvolle Show des Michael Phelps, der hier zum erfolgreichsten Olympia-Athleten der Geschichte wurde, überstrahlte alles. Daily Mail entdeckte eine Ur-Oma aus Essex und einen Ur-Opa aus Kent im Stammbaum des Giganten.

Bei keiner anderen Sportart wurde so oft die US-Hymne gespielt. Dafür sorgte nicht nur Phelps, sondern auch Lochte und vor allem Seriensiegerin Missy Franklin, die beide Rücken-Distanzen und auch mit der Kraul-Staffel gewann.

Die Gegnerinnen und Gegner der Amerikaner sind teilweise schockiert, obwohl die US-Übermacht ja kein olympischer Einzelfall ist. "Man wird sich noch viel mehr an den Amerikanern orientieren müssen", sagte beispielsweise der australische Schwimm-Star Ian Thorpe, der fürs Fernsehen nur über eine einzige australische Goldene – und zwar in einer Staffel – berichten durfte. "Viele Nationen bringen eine goldene Generation hervor. So wie jetzt die Franzosen. Doch die Amerikaner schaffen eine Generation von Superschwimmern, die dann von der nächsten abgelöst wird. Sie haben nur ganz wenige Lücken."

Jene Franzosen, die Thorpe meinte, waren tatsächlich beeindruckend: Camille Muffat hat Gold (200 m Kraul), Silber und Bronze gewonnen, ihr Landsmann Yannick Angel zwei Mal Gold (200 m Kraul + 4 mal 100 m Kraul) und Silber. Außerdem ist Florent Manadou der schnellste Sprinter von London (zumindest im Wasser), weil er den Amerikanern über 50 Meter Kraul eine der wenigen empfindlichen Niederlagen zufügte.

Für weitere sorgte vor allem die Chinesin Shiwen Ye, die sogar einen US-Trainer zu einer fragwürdigen Doping-Beschuldigung provozierte. Da sie auf einer Länge sogar schneller als Herren-Sieger Ryan Lochte gewesen war, schreit seiner Meinung nach nach einer Pinkelpause: Im Labor...

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