Lauftipps für den VCM

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Foto: dapd "Nach einer Pause ist der Körper kaum noch zu starten. Besser ist es, Tempo rauszunehmen, eine der Versorgungsstationen anzulaufen und möglichst viel Zucker aufzunehmen."

30.000 Läufer gehen am Sonntag an den Start. "Besser entspannt ins Ziel kommen", rät ein Läufer der ersten Stunde.

Nicht zu schnell starten", ist die goldene Regel, die Christian Dufek den Hobbyläufern für die 42,195 Kilometer des 29. Vienna City Marathons mit auf den Weg gibt. "Viele Läufer sind irritiert, wenn sie gleich nach dem Start massenhaft überholt werden und laufen daher schneller. Aber man darf nicht vergessen, dass die meisten der Teilnehmer nur einen Halbmarathon mitmachen."

Dufek kennt die Fehler der Anfänger, denn er war einst selbst einer. Vor 29 Jahren, beim ersten City Marathon, ging der Turnlehrer ohne viel Vorbereitung an den Start. "Ich habe nur wegen einer Wette teilgenommen. Gelaufen bin ich vorher nur gelegentlich im Wald."

Durststrecken

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Ins Ziel hat es der 52-Jährige trotzdem in beachtlichen 3.45 Stunden geschafft. Auch 2007 ist Dufek – diesmal mit etwas mehr Vorbereitung – mitgelaufen. Um den Zieleinlauf auf dem Heldenplatz zu erreichen, muss man laut dem Sportler aber schon einige Durststrecken überwinden.

"Der erste Einbruch bei Hobbyläufern kommt meist bei Kilometer 20", sagt Dufek. Wenn die Ringstraße, wo ein Großteil der rund 300.000 Fans steht, zum ersten Mal passiert und auch die Linke Wienzeile geschafft ist, kämpfen viele mit der Motivation. "Die Ursache ist vor allem mentaler Natur. Du bist schon müde und weißt: `Jetzt musst du dasselbe nochmal zurücklegen`", sagt Dufek.

Wirklich schlimm wird es laut dem Turnlehrer wieder zwischen Kilometer 30 und 35 – wenn die Teilnehmer die Prater Hauptallee durchlaufen: "Der Körper hat dann seinen Tiefpunkt erreicht und reagiert oft mit Krämpfen." Vom Stehenbleiben rät der Sportler aber auch bei solchen Problemen ab. "Nach einer Pause ist der Körper kaum noch zu starten. Besser ist es, Tempo rauszunehmen, eine der Versorgungsstationen anzulaufen und möglichst viel Zucker aufzunehmen."

Entgegenkommen dürfte den Läufern an diesem Sonntag zumindest das Wetter. Temperaturen von maximal 13 Grad und Regen sorgen für Abkühlung.

Für den Zieleinlauf hat Dufek eine ganz eigene Taktik entwickelt: "Ich lege den Lauf immer so an, dass ich am Abend noch ausgehen kann", sagt der Sportler und lacht. "Vom Zielsprint kann ich nur abraten. Es ist besser, halbwegs entspannt ins Ziel zu kommen, als in einem Zustand, wo einen gleich die Sanitäter übernehmen müssen."

Stimmungsmacher: Neue Fanzonen

Fanzonen Noch nie hat der Vienna City Marathon so viele Fanzonen wie diesmal geboten. Auf der Ringstraße, wo die Läufer im ersten Teil des Rennens und ganz zum Schluss unterwegs sind, gibt es gleich vier Stationen. Neben dem traditionell größten Zuschauermagnet bei der Oper und jenem am Stubenring gibt es zwei neue Stationen: Am Schubertring lässt sich nun ebenso feiern wie auf einer zusätzlichen Fanstation am Stubenring.

Coke Truck Vorneweg auf der Marathonstrecke fährt erstmals der Coke Chevy Truck, ein spezieller Event Truck mit Musik, Tänzern, DJ und Moderation. Während die DJs die Stimmung anheizen, werden von dem Truck Fan Signs verteilt. Bei Kilometer 22 macht die mobile Showbühne am Schottenring Zwischenstation und positioniert sich danach bei Kilometer 40 (Vordere Zollamtsstraße) fürs "Grande Finale".

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(kurier) Erstellt am
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