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Sport
01/08/2019

Kühbauer baut um: Alles neu in Hütteldorf

Der enttäuschende Herbst soll vergessen gemacht werden: Rapid-Trainer Kühbauer will tiefgreifende Änderungen vornehmen.

von Alexander Huber

Neue Spielidee. Neues Spielsystem. Neue Spieler. Noch sind es nur Ankündigungen von Didi Kühbauer, aber der Rapid-Trainer meint es ernst. Beim Treffpunkt nach dem Urlaub hat Kühbauer den im Herbst so enttäuschenden Kader auf einen tief greifenden Wandel eingeschworen.

„Wir wollen ein anderes Gesicht zeigen“, kündigt Kapitän Stefan Schwab nach der ersten Besprechung – pünktlich zum 120. Geburtstag des Vereins – an. „Jetzt haben wir die Zeit, etwas einzutrainieren. Wir wollen im Frühjahr ein Gesicht zeigen mit einer Spielidee, mit der sich die Fans identifizieren können“, sagt Kühbauer. Zum Abschied vom üblichen 4-2-3-1 meint der Chefcoach: „Es wird ein anderes System geübt und wir wollen künftig nicht immer mit dem selben spielen.“

Transfers stehen noch aus, es werden wohl mehr werden als erwartet. An erster Stelle steht ein neuer Stürmer. „Bei Flanken sind wir nicht gut genug aufgestellt. Der neue Stürmer soll auch mit dem Kopf einiges können“, sagt Kühbauer. So wie Vakoun Bayo. Der Ivorer wird zwar künftig Grün und Weiß tragen, allerdings nicht in Hütteldorf, sondern in Glasgow. Celtic verkündete am Dienstagabend die Verpflichtung des 21-Jährigen. Rapids Angebot in Höhe von 1,5 Millionen Euro an Dunajska Streda reichte nicht.

Zu den Verhandlungen mit den anderen Kandidaten meint Bickel: „Es gibt den einen oder anderen, bei dem es sich lohnt, noch etwas auf die Entscheidung zu warten.“ Nicht mehr auf der Liste von Kühbauer steht der im Sommer von Ex-Trainer Djuricin gewünschte Adrian Grbic. Der Altacher wird von Emre Öztürk vertreten. Der Manager sagt zur Zukunft des Stürmers, der Österreich bei der U-21-EM in Italien vertreten wird: „Es gibt laufend Anfragen, aber nicht von Rapid. Möglich ist aber auch eine Verlängerung des auslaufenden Vertrages in Altach.“

Transferpoker

Ein Angebot aus Norwegen hat es für den von Kühbauer geschätzten Veton Berisha gegeben. „Es macht aber nicht den Anschein nach einem Transfer“, sagt Bickel. Trotzdem könnte neben den eifrig angebotenen Dauerreservisten (Malicsek, Guillemenot, Haas) auch einer vom Stamm verkauft werden. „Es gibt Anfragen“, bestätigt Bickel, der für mehrere Positionen nach Verstärkungen fahndet. Bis zum spektakulären Frühjahrsauftakt gegen Inter Mailand (14. Februar) wird wohl tatsächlich vieles neu sein in Hütteldorf.