APA13949324 - 31072013 - KITZBÜHEL - ÖSTERREICH: Dominc Thiem (AUT) bei seinem Spiel gegen Jürgen Melzer (AUT) am Mittwoch, 31. Juli 2013, beim ATP Turnier Bet-at-home Cup in Kitzbühel. APA-FOTO: Robert Parigger

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Tennis
07/31/2013

Kitzbühel: Thiem wirft Melzer raus

Der 19-Jährige gewinnt das Generationen-Duell gegen Österreichs Nummer eins.

von Harald Ottawa

Natürlich ist dies mit Abstand mein größter Erfolg.“

Dominic Thiem ist entspannt wie nie. Eben hat er sein Vorbild Jürgen Melzer zum Statisten degradiert. 7:5 und 6:3 gewann der erst 19-Jährige und sorgte damit für ein erstes Anzeichen einer Wachablöse im österreichischen Tennis. Melzer, seit Mai 32 Jahre alt, war am Mittwoch ein besserer Philosoph als Tennisspieler. „Ich habe heute keinen Ast, sondern einen ganzen Wald gehabt.“

Sportsmann bleibt der Deutsch-Wagramer dennoch. „Jede Niederlage tut weh, aber wenigstens habe ich gegen einen jungen Österreicher verloren. Gut, dass einer nachkommt, in den vergangenen zehn Jahren blieb fast alles an mir hängen.“

Jetzt ist eben Thiem da, der gegen die Nummer 34 der Welt bis zum 4:0 im zweiten Satz nur vier Punkte seines schwachen Gegners zuließ. „Dann bin ich ein bisserl nervös geworden, man beginnt dann doch nachzudenken.“

Montanes nächster Gegner

Mittlerweile denkt die Nummer 268 der Welt über einen Spanier nach, der Albert Montanes heißt, so alt wie Melzer ist, und am Donnerstag sein Gegner ist. „Der spielt schon Ewigkeiten und wird noch Ewigkeiten spielen“, sagt der Niederösterreicher. Nachsatz: „Aber er zählt zu den besten zehn Sandplatzspielern der Welt.“

Thiem wird in Kitzbühel übrigens nicht von Günter Bresnik betreut, sondern vom lettischen Daviscup-Kapitän Karlis Lejniks. Dieser zählt zur Trainingsgemeinschaft, der auch der Lette Ernests Gulbis angehört. Sonst ist die halbe Familie da. „Nicht alle, irgendwer muss ja zuhause auf den Hund aufpassen.“

Keinen Hund, aber dafür eine Turnierbotschafterin präsentierte inoffiziell Alexander Antonitsch. Barbara Schett, die eigentlich als Eurosport-Kommentatorin anwesend ist, hat sich inoffiziell bereit erklärt, das Amt zu übernehmen. „Wir werden das demnächst fixieren“, sagen Schett und Antonitsch. Letzterer jubelte bereits am frühen Nachmittag: Erstmals seit 2004 mussten die oberen Ränge geöffnet werden. Insgesamt 6000 Tennisfans stürmten die Anlage.

Etwas weniger waren zur Mittagszeit da. Da unterlag Österreichs Nummer zwei Andreas Haider-Maurer im Achtelfinale Schetts Turnierfavoriten, dem Argentinier Juan Monaco 3:6, 4:6.

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