JUDO-EUR-CZE-WOMEN-70

© APA/AFP/MICHAL CIZEK / MICHAL CIZEK

Sport
12/02/2021

Judo-Ass von Freund brutal verprügelt? "Ich war dem Tode nahe"

Margaux Pinot soll von ihrem Lebensgefährten und Ex-Trainer geschlagen worden sein. Auf Social Media zeigte sie ihre Verletzungen.

Die französische Judoka Margaux Pinot erhebt schwere Vorwürfe gegen ihren Ex-Trainer und Lebensgefährten Alain Schmitt. Dieser soll sie in der Nacht von Samstag auf Sonntag brutal verprügelt haben. Das erzählte die 27-Jährige Le Parisien. Demnach soll Schmitt um zwei Uhr nachts betrunken nach Hause gekommen sein, in der Folge soll es einen Streit gegeben haben. "Er hat mir gesagt, dass ich dumm bin. Es kam zum Wortgefecht", so Pinot.

Weil sich das Judo-Ass wieder ins Bett begab und ihren Freund ignorierte, soll dieser ausgerastet sein. Laut der Gerichtseinvernahme soll Schmitt seine Partnerin an den Haaren gezogen, auf den Boden gedrückt und schließlich sogar ins Gesicht geschlagen haben. Pinot trug unter anderem Schwellungen an beiden Augen, Beulen und ausgerissene Haare davon. "Ich war fassungslos, dem Tod nahe", meinte die Französin. Sie postete zudem ein Bild von ihren Verletzungen auf Social Media.

"War das Blut nicht genug"

"Ich wurde beleidigt, geschlagen, mein Kopf wurde mehrmals auf den Boden geschlagen", schreibt Pinot. Sie spricht zudem davon, auch gewürgt worden zu sein. Sie habe sich schließlich zu den Nachbarn geflüchtet und die Polizei alarmiert. Schmitt wurde auf dem Weg zum Flughafen festgenommen, kam am Dienstag aber wieder frei. 

Was Pinot nicht fassen konnte: "Waren meine Wunden und das Blut in meiner Wohnung nicht genug? Was musste noch passieren, bis er verurteilt wird? Am Ende vielleicht der Tod?" Das Gericht gab an, zu wenige Beweise zu haben, um Schmitts Schuld ohne Zweifel festzustellen. Dieser beteuerte seine Unschuld. Medienberichten zufolge soll auch er Blessuren und Blutergüsse davongetragen haben.

Pinot ist jedenfalls überzeugt, dass sie "Judo wahrscheinlich gerettet hat." Es soll jedenfalls bereits in der Vergangenheit immer wieder zu Gewaltausbrüchen ihres Freundes gekommen sein. Er hat mich abgewertet, mir verletzende Dinge gesagt oder Gegenstände in meiner Wohnung kaputt gemacht. Aber er hat mich nie geohrfeigt", meinte Pinot. Die Beiden waren vier Jahre lang zusammen. "Ich wollte die Beziehung schon seit Monaten beenden, aber ich konnte nicht", schreibt sie.

Gewalt von Männern gegen Frauen gibt es in allen sozialen Schichten, Nationen, Familienverhältnissen und Berufsgruppen.

Hilfe für Gewalt-Betroffene gibt es hier:

Frauenhelpline (Mo – So, 0 – 24 Uhr, kostenlos), 0800 / 222 555

Männernotruf: (Mo – So, 0 – 24 Uhr, kostenlos), 0800 / 246 247

eine Newsletter Anmeldung Platzhalter.

Wir würden hier gerne eine Newsletter Anmeldung zeigen. Leider haben Sie uns hierfür keine Zustimmung gegeben. Wenn Sie diesen anzeigen wollen, stimmen sie bitte Piano Software Inc. zu.

Jederzeit und überall top-informiert

Uneingeschränkten Zugang zu allen digitalen Inhalten von KURIER sichern: Plus Inhalte, ePaper, Online-Magazine und mehr. Jetzt KURIER Digital-Abo testen.