© REUTERS/BOGDAN CRISTEL

Sport
06/07/2020

Heute vor 11 Jahren: Der Tennis-König vollendet sein Lebenswerk

Mit dem Sieg bei den French Open holt sich der Schweizer Roger Federer seinen Karriere-Slam.

von Harald Ottawa

Genau elf Jahre ist es her, als Roger Federer im Finale der French Open sein sportliches Lebenswerk komplettierte. Der Schweizer kürte sich mit einem 6:1-7:6-6:4-Erfolg über den Schweden Robin Söderling erstmals (und bislang auch letzten Mal) zum Sieger in Roland Garros. Damit hat der damals 27-Jährige auch eines geschafft, was vor ihm in der Geschichte des Tennis-Sports nur fünf Spieler geschafft hatten: Er holte sich den Karriere-Slam, hat seit diesem 7. Juni 2009 alle Grand-Slam-Turniere zumindest einmal gewonnen. Nach Fred Perry (1935), Don Budge (1938) Rod Laver (1962 und 1969) und Andre Agassi (1999) gelang dies nach Federer auch Rafael Nadal (2010) und Novak Djokovic (2016).

„Das ist wahrscheinlich der größte Erfolg in meiner Karriere. Ich bin so stolz. Es war nicht einfach, während des Matches mit meinen Emotionen umzugehen“, freute sich Federer, der mit seinem 14. Major-Titel auch zu Pete Sampras aufschloss.

Nadal-Premiere

Dabei war es ausgerechnet Söderling, der König Roger im Achtelfinale den größten Konkurrenten aus dem Weg geräumt hatte. Söderling fügte Rafael Nadal die erste Niederlage überhaupt bei den French Open zu. Nadal hatte 2003 und 2004 wegen Verletzungen nicht antreten können und von 2005 bis 2008 stets gewonnen. In den Endspielen von 2006 bis 2008 musste sich Federer jeweils dem Sandplatz-König erst im Endspiel geschlagen geben. "Ich bin so glücklich, dass ich es jetzt endlich geschafft habe", sagte Federer.

Ein Jahr später kam es im Viertelfinale zur Revanche, da gewann Söderling in vier Sätzen. Der Schwede schaffte es erneut ins Endspiel - wo er Rafael Nadal unterlag. 2011 wurde bei Söderling das Pfeiffer-Drüsenfieber festgestellt, 2012 war endgültig Schluss mit der Karriere des damals erst 27-Jährigen. Und Nadal verlor danach in Paris nur noch 2015 im Viertelfinale gegen Novak Djokovic, 2016 musste er wegen einer Handverletzung vor der 3. Runde w. o geben.

Roger Federer hingegen schraubte seine Grand-Slam-Bilanz auf 20 Siege hinauf, ist damit noch immer die Nummer eins vor Nadal (19) und Novak Djokovic (17). Ob heuer die French Open Ende September stattfinden können, ist aufgrund der Corona-Pandemie noch keineswegs gesichert.

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