Sport | Heiße Liga
04.09.2018

Regionalliga Ost: Mandl übernimmt in Schwechat

Nach 20 Monaten und einigen Niederlagen hatte Schwechat-Trainer Markus Bachmayer genug und trat zurück.

Das Trainersterben in der „heißesten Liga Österreichs“ hat auch in der fünften Runde nicht halt gemacht. Nach Traiskirchens Robert Haas und Parndorf-Coach Paul Hafner zog Schwechats Trainer Markus Bachmayer am Wochenende die Reißleine. Nach 51 Spielen mit sieben Siegen, zehn Unentschieden und 34 Niederlagen auf der Betreuerbank der Ostliga-Mannschaft ist jetzt endgültig genug.

Leicht hatte es Bachmayer, laut eigenen Aussagen, in seiner Schwechat-Zeit nicht, denn jedes Jahr kämpfte er mit einem Mini-Budget gegen den Abstieg: „In Schwechat Trainer zu sein ist nicht einfach. Aber es war eine gute Erfahrung für mich. Auch wenn der Erfolg nicht so da war, hatte ich großen Spaß und hab sehr viel gelernt.“

Trotz der wenigen Siege in der Ära Bachmayer hat der Coach aber doch einiges geschafft. Viele Spieler schafften unter ihm den Sprung in eine höhere Liga oder in die Stammformation einer Ostliga-Truppe. „Ich bin ja von der Reserve zur Kampfmannschaft hochgezogen worden und war von Erfolgen verwöhnt. Immerhin waren wir 36 Spiele ungeschlagen“, erklärt Bachmayer weiter, „in der Ostliga war es dann viel schwerer.“

Vor allem, wenn einem Trainer im Sommer immer die Spieler abhanden kommen. „Wir haben uns zu Saisonbeginn eine Mannschaft aufgebaut, die in der Rückrunde dann richtig gut war und im Sommer sind wir wieder zerfallen. Das war sicherlich auch ein Grund, warum es für uns mit den Ergebnissen nicht so geklappt hat.

Abstieg verhindert

Zweimal hätte Schwechat auf sportlichem Wege den schweren Gang in die Wiener Stadtliga antreten müssen – zweimal wurde das Team aber durch den Abstieg anderer Vereine gerettet. „Auch das gehört dazu. Wir haben ehrlich gearbeitet und andere eben nicht. Deshalb haben wir uns den Ligaverbleib auch verdient“, meint der Trainer.

Auch in der aktuellen Saison schaut es für Schwechat nicht gut aus, liegt das Team nach fünf Spielen mit einem Punkt am Tabellenende.

Jetzt soll mit Christoph Mandl ein alter Bekannter die Schwechater aus der Abstiegszone holen. Der Burgenländer war bereits unter Peter Benes im Trainerteam und zeigte im taktischen Bereich und bei Videoanalysen sein Können. Am Freitag will Schwechat gegen Bruck endlich siegen. Der letzte volle Erfolg liegt schon etwas länger zurück – am 11. Mai ein 3:2 gegen die Admira Juniors.