Handball: Warum Österreich trotz EM-Aus zuversichtlich ist

Austria vs Serbia
Mit dem ersten Sieg unter Teamchef Iker Romero ist der Bann gebrochen. Es geht mit der WM-Quali weiter.

Ende gut, sehr viel gut. Aber nicht alles. Weil das 26:25 im finalen Gruppenspiel gegen Serbien nicht zum Aufstieg in die EM-Hauptrunde gereicht hat, jedoch immerhin zu Platz drei. Und der sollte in Folge noch einen Wert erfahren. Denn die Play-offs zur WM 2027 bestreitet man im Mai. 

Die Paarungen für die WM-Play-offs werden am 31. Jänner gelost. Österreich muss jetzt noch abwarten, ob man in der Endabrechnung unter den Top 16 landet. Damit würde man in Lostopf 1 landen und zahlreichen Top-Nationen entgehen.

Im 7. Spiel unter Teamchef Iker Romero gelang der erste Sieg. „Das war für alle wichtig, vor allem für Iker, der sehr viel Herz in den letzten Wochen reingesteckt hat. Schön, dass wir ihm das kleine Geschenk machen konnten“, freute sich Mykola Bilyk. „Der Bann ist jetzt gebrochen, jetzt können weitere viele Siege folgen. Wir sind auf einem unfassbar guten Weg.“

Österreich gelang es bei den Niederlagen gegen Deutschland und Spanien nicht, über 60 Minuten konstant stark aufzutreten. Einmal waren es die verjuxten Chancen, dann dumme Ballverluste, dann Routiniers, die nicht ihren besten Tag hatten.

Monstergruppe

„Wir haben vor dem Turnier bereits gesagt, das ist eine Monstergruppe. Wir konnten jeder Mannschaft in die Augen schauen. Es hat uns in den ersten beiden Spielen einfach ein bisschen was gefehlt auf einigen Positionen. Da müssen wir auf 100 Prozent sein, damit wir gegen alle bestehen können. Wie sich die Mannschaft im letzten Spiel nochmals gepusht hat, daran kann man die Entwicklung sehen“, so Sportdirektor Patrick Fölser.

Erste Erkenntnisse durfte man trotz der frühen Heimreise im Gepäck mitnehmen. Die Deckung ist auf höchstem Niveau stabiler geworden, Romero ließ personell viel mehr rotieren als sein Vorgänger Ales Pajovic, weshalb junge Spieler auf großer Bühne Erfahrung sammeln durften. In Zukunft und auf Dauer dürfte das dem Team zugute kommen.

Teamchef Iker Romero zeigte sich trotz des Ausscheidens zufrieden: „Ich bin unglaublich stolz. Es ist unglaublich, was die Jungs geleistet haben und wie sie arbeiten. Jeden Tag entwickeln wir uns weiter. Es ist ein langer Weg.“ Nur 14 Trainingseinheiten standen dem Spanier zur Verfügung, um seine Philosophie den Spielern einzubläuen.

„Es tut natürlich richtig weh, dass wir gegen Serbien nicht höher gewinnen konnten. Im Detail werden wir die letzten Wochen in den kommenden Tagen aufarbeiten und analysieren.“ Torhüter Constantin Möstl: „Es lag nie am System, sondern an uns und den Leistungen. Für den Kopf war der Sieg aber sehr wichtig.“

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