Handball: Warum sich Westwien und die Fivers nicht unterkriegen lassen

Westwien hat einen Vierjahresplan, die Fivers haben das Cup-Halbfinale am Freitag gegen Hollabrunn im Visier.
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„Wir kommen wieder.“ Ähnliches sagte einst Clown Enrico in der TV-Sendung „Am dam des“, und diese Kampfansage gibt aktuell Roland Marouschek von sich. Der sportliche Leiter von Westwien zeigt sich optimistisch, dass der Traditionsklub den Weg zurückfindet in die oberste Spielklasse, die HLA. Derzeit spielen die jungen Wiener in der Abstiegsrunde der Challenge Liga, in die man mit drei Siegen startete und in der man auf Rang eins liegt.

Ein möglicher Abstieg ist für die junge Truppe mit einem Durchschnittsalter von 18,6 Jahren kein Thema. „Wir haben Spieler aus dem Nachwuchsbereich. Am Anfang war es ein Kampf“, gibt Marouschek zu. Nun habe man sich gefangen, auch wirtschaftlich dürfte dies gelingen, wenn der Hauptsponsor seine Tätigkeit gar ausweiten sollte.

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Jugend ist Trumpf

Man möchte den Weg mit den Talenten konsequent weiter gehen und innerhalb der kommenden vier Jahre den Aufstieg schaffen. Mit Lukas Musalek als Trainer, der auch beim U18-Nationalteam engagiert ist. „Er ist ein toller Typ und ein Kind unseres Vereins, kennt unseren Weg und geht ihn weiter“, so Marouschek. Die Westwiener können auf einen starken Unterbau im eigenen Nachwuchs zurückgreifen, die Teams sind durchaus erfolgreich unterwegs. „Wir sind wie die Gelsen – uns wird man nicht los.“

Die Fivers aus Margareten spielen schon dort, wo Westwien wieder hin will – in der HLA. Bis dato haben die Wiener stets das Viertelfinale erreicht, heuer muss man hart darum kämpfen. 

Aktuell liegt das Team von Peter Eckl auf Rang acht. Die Saison gestaltet sich bisher durchwachsen, geschuldet den Abgängen von sechs Spielern und einigen Verletzungen. Das Pech bleibt ihnen treu, bei der Heimniederlage gegen Hard verletzte sich auch noch Maxi Danhel und fällt länger aus.

Eckl weiß, dass in den verbleibenden drei Runden viel aufgehen muss. „Jetzt wird es für uns ganz, ganz schwer, wir müssen uns am Riemen reißen. Dass uns mit Maxi wieder ein wichtiger Spieler wahrscheinlich für den Rest der Saison fehlt, macht das alles nur noch bitterer.“

Der sportliche Leiter, Thomas Menzl, hofft, dass die Fivers nicht in den Abstiegskampf verwickelt werden, was Neuland bedeuten würde. „Und da spielen dann auch der Kopf und die Erfahrung eine wichtige Rolle.“ 

Zunächst einmal empfangen die Fivers am Freitag in der Hollgasse Hollabrunn zum Tanz im Cup-Viertelfinale. Die Niederösterreicher kommen mit einem Erfolgserlebnis, konnten zuletzt Bärnbach/Köflach in einem Krimi 36:35 bezwingen und den letzten Tabellenplatz abgeben.

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