Philipp Zulechner (im Vordergrund) : „Du musst zur richtigen Zeit am richtigen Ort sein.“

© APA/ROBERT JAEGER

Teamdebütanten
11/13/2013

Zulechner & Hinterseer: Über Umwege ins Team

Vor drei Jahren dachte Zulechner noch ans Karriere-Ende als Fußballer.

von Günther Pavlovics

Gleich vier Spieler ohne Länderspiel-Erfahrung hat Marcel Koller nach Spanien mitgenommen: Philipp Zulechner, Martin Hinteregger, Lukas Hinterseer und Kevin Wimmer. Vor allem die Karrieren von Zulechner und Hinterseer verliefen nicht ohne Umwege und wohl nicht ganz nach Plan.

Philipp Zulechner hat sich bei Aufsteiger Grödig ins Rampenlicht gespielt. Elf Tore hat der schnelle Angreifer geschossen, nur eines weniger als Salzburgs Soriano. In einem halben Jahr hat er den Sprung aus der zweithöchsten Spielklasse zum Nationalteam geschafft. Seine Karriere beschreibt der 23-Jährige so: „Du musst zur richtigen Zeit am richtigen Ort sein.“

Neue Berufung

Das war er vor drei Jahren definitiv nicht, unter Trainer Pfeifenberger kam er in der Ersten Liga nicht zum Zug, dachte gar ans Ende seiner Karriere als Fußballer, an einen neuen Beruf. Michael Streiter holte im Winter 2011 den schnellen Stürmer in die Regionalliga zu Horn. Mit dem Aufstieg der Waldviertler begann auch der Höhenflug des Wieners, der beim FAC begonnen hat. Er kam in den Nachwuchs der Austria, danach in die Stronach-Akademie, „wo es nicht funktionierte“. Dann kam die Admira, wo man unter dem dubiosen Geldgeber Pishyar nicht wusste, wie es weitergeht. Zulechner wurde nach Salzburg geholt, spielte dann bei den Juniors, sah bei den Bullen keine Zukunft, ging zu Grödig und Horn. Dietmar Kühbauer wollte ihn bei der Admira als Nachfolger von Sabitzer, Zulechner wollte aber Stürmer spielen und nicht im Mittelfeld. Dann kam Sturm Graz. „Aber sie wollten Beric, weshalb ich gesagt habe, sie sollen keine Hinhalte-Taktik betreiben.“

Zulechner hat Thomas Böhm als Manager, mit dem nun auch Lukas Hinterseer zusammenarbeitet – und Christian Fuchs. „Das sind zwei gute Buam, die schon einiges hinter sich haben“, sagt der 27-jährige Teamkapitän, nur vier Jahre älter als Zulechner, fünf als Hinterseer.

Der wird im Team „Hansi“ genannt, in Anlehnung an seinen singenden Onkel. Auch Hinterseer, der diese Saison neun Tore für Innsbruck erzielt hat, kennt durch Engagements in Lustenau und der Vienna die zweithöchste Klasse. Vor zwei Jahren wurde er zweieinhalb Stunden am Herzen operiert. Das ist Geschichte, das Nationalteam seit Färöer, wohin er nachfliegen durfte, Realität. Ebenso wie die täglichen Anrufe von Opa und Ski-Legende Ernst Hinterseer.
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