Sport | Fußball
22.03.2018

Warum es keine Länderspiele im Allianz Stadion geben wird

Der ÖFB würde künftig gerne Länderspiele in Hütteldorf austragen. Rapid-Präsident Krammer sieht allerdings große Hürden.

Morgen versucht es das Nationalteam wieder einmal in Klagenfurt. Bisher kam im Wörthersee Stadion nur selten Heimspielatmosphäre auf: Die Spieler wunderten sich über die fehlende Stimmung. Gegen Slowenien soll die EM-Arena zumindest zu zwei Dritteln gefüllt sein. Besser als im Happel-Stadion, das nach dem EM-Hype zuletzt sukzessive leerer wurde.

Deshalb würde der ÖFB künftig Partien, die zwischen 20.000 und 25.000 Zuschauer anziehen, gerne in Hütteldorf austragen. „Das Allianz Stadion ist ein attraktiver Standort für den ÖFB. Wir haben bereits Gespräche mit dem Verein geführt“, erklärt ÖFB-Geschäftsführer Bernhard Neuhold.

Anrainer-Sorgen

Das Problem liegt bei den Hausherren. Michael Krammer will sich einer (durchaus lukrativen) Vermietung zwar nicht generell verschließen, für „die nächsten Jahre“ kann sich der Rapid-Präsident aber keine ÖFB-Auftritte im Allianz Stadion vorstellen.

Der Hauptgrund sind die Anrainer, denen versprochen wurde, dass im Allianz Stadion (wenn schon mehr Zuschauer kommen als in das Hanappi-Stadion) nicht auch noch mehr Veranstaltungen stattfinden. Das zweite Argument ist ein praktisches: Der nach anfänglichen Problemen gute Rasen könnte – so wie derzeit in Salzburg sichtbar – durch zusätzliche Belastung zerstört werden. „Und dann hätten wir noch ein rechtliches Problem mit unseren 40 fix vergebenen Logen zu lösen. Die sind für 365 Tage im Jahr bezahlt“, erklärt Krammer.

Neuhold meint: „Über die wirtschaftlichen Rahmen bedingungen müssten wir im Detail reden, und die Anrainer sollten auch nicht überfordert werden. Aber vielleicht ist ein baldiges Pilotprojekt für ein Länderspiel in Hütteldorf möglich.“