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Sport Fußball
05/11/2020

WAC-Routinier kritisiert Politik: "Verstehe die Herumeierei nicht mehr"

Michael Liendl sieht eine Benachteiligung des Fußballs und fragt sich, warum er seinem Beruf nicht nachgehen dürfe.

Die österreichische Bundesliga wartet weiter auf ein Zeichen der Politik, den Spielbetrieb wieder aufnehmen zu dürfen. So kann auch das Mannschaftstraining der Klubs nicht vor der nächsten Verordnung des Gesundheitsministers am 15. Mai starten. Der Liga-Neustart ist selbst aber dann noch fraglich, der Blick geht auch nach Deutschland, wo an diesem Wochenende wieder gespielt werden soll.

WAC-Mittelfeldspieler Michael Liendl hat jedenfalls bereits genug von der Warterei, wie er in seinem neuen, gemeinsamen Podcast-Projekt "1016" mit Salzburgs Zlatko Junuzovic verriet. "Ich bin ja nach wie vor der Meinung, dass das eine Herumeierei ist", so der 34-Jährige, "Und wenn ich dann höre, dass der Fußball nicht bevorzugt werden soll, stelle ich mir die Frage, in welcher Form er wirklich bevorzugt wird. Ich sehe da eher eine Benachteiligung." 

FUSSBALL EUROPA LEAGUE / GRUPPENPHASE GRUPPE J RUNDE 4: RZ PELLETS WAC - ISTANBUL BASAKSEHIR FK

"Warum dürfen wir unserem Beruf nicht nachgehen?"

Dabei störe ihn vor allem, dass viele Menschen mittlerweile wieder ihrem Beruf wie gewohnt nachgehen könnten. Die Profi-Fußballer allerdings nicht. "Obwohl wir keine Risikogruppe sind, an der frischen Luft spielen und sportlich sind", so Liendl weiter, "Da frage ich mich schon, warum wir unserem Beruf nicht nachgehen dürfen."

Er verstehe daher die Herumeierei in Bezug auf einen baldigen Ligastart nicht mehr: "Wenn Deutschland jetzt auch schon anfängt, und bei uns die Zahlen ganz gut aussehen, spricht meiner Meinung nach nichts dagegen, dass man mal mit dem Mannschaftstraining startet. Und dann auch dementsprechend bald mit der Saison."

Sein Podcast-Kollege und Liga-Konkurrent Junuzovic sieht es ähnlich: "Die Vereine kämpfen dafür, dass es so früh wie möglich losgeht. Und ich hoffe auch, dass wir nächste Woche starten können." Bis dahin heißt es allerdings weiter abwarten. Junuzovic stellt jedenfalls klar: "Wenn wir eine Woche oder so in Quarantäne müssen, dann machen wir das eben. Wir versuchen natürlich alle Vorschriften zu befolgen."