Tradition zum Verscherbeln: Angeblich soll Real Madrid den Stadionnamen Bernabeu um 50 Millionen Euro pro Jahr verkaufen.

© APA/ZIPI

Tabubruch
10/20/2013

Reals Bernabeu-Stadion soll umgetauft werden

Atletico Madrid wird in ein neues Stadion beziehen. Reals Bernabeu wird umgetauft.

Atletico Madrid verlässt mit 2015 das Stadion am Manzanares-Fluss, das Estadio Vicente Calderon. Voraussichtlich mit der Saison 2015/’16 wird der Klub ins Estadio de Madrid umziehen, das für rund 200 Millionen Euro in eine 73.000 Zuschauer fassende Multifunktions-Arena umgebaut werden soll. Doch auch die Spielstätte des Erzrivalen ist nicht mehr heilig, Real Madrids traditioneller Spielstätte stehen Änderungen bevor.

Tradition ist etwas, worauf jeder Verein stolz ist. Allen voran die „Königlichen“, die sich schon neun Mal den Meistercup (Champions League) gesichert haben. Doch auch bei Real Madrid steht das Rad der Zeit nicht still. Präsident Florentino Perez spielt mit dem Gedanken, die Namensrechte für das legendäre Estadio Santiago Bernabeu zu verkaufen, um den teuren Umbau der Spielstätte zu finanzieren. Ein Tabubruch, schließlich galten die Rechte an der 66 Jahre alten Arena bisher als unverkäuflich. „Wir arbeiten daran, einen Sponsor zu finden. Das Beste wäre, wenn es einen Namen geben würde, der dem jetzigen hinzugefügt werden kann“, sagte der Real-Boss.

Millionenspiele

Als chancenreicher Kandidat für den Kauf des Stadion-Namens gilt Reals derzeitiger Trikotsponsor „Fly Emirates“. Die Fluglinie soll spanischen Medienberichten zufolge zur Zahlung von 50 Millionen Euro jährlich bereit sein, nachdem die Airline bereits seit Saisonbeginn für das Trikotsponsoring bis 2018 jährlich geschätzt bis zu 40 Millionen Euro zahlt. Geld, das angesichts eines Schuldenberges von 600 Millionen Euro und Mega-Transfers wie den von Gareth Bale dringend benötigt wird bei den „Königlichen“. Aus diesem Grund hatte Florentino Perez vor einiger Zeit schon das vereinseigene Trainingsgelände verkauft und andere Werte zu Geld gemacht.

Weiteren Perez-Angaben zufolge soll möglicherweise schon Ende Oktober eine Entscheidung im Architekten-Wettbewerb zur Umgestaltung des Stadions fallen. Zur Auswahl stehen vier Modelle. Reals Mitglieder hatten vor Jahresfrist zugestimmt, dass die Arena ein neues Dach sowie eine neue Fassade bekommt und außerdem die Zuschauer-Kapazität von gut 85.500 auf 90.000 Plätze erhöht werden soll.

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