Sport | Fußball
05.12.2011

Sturm trotz Niederlage weiter

Champions League: Die Grazer verlieren bei Videoton 2:3, steigen nach dem 2:0-Heimsieg aber auf.

Wer ein Meister ist, muss noch lange kein Champion sein. Sturm hat aber zumindest auf dem Weg zum großen Ziel, der Champions-League-Gruppenphase, einen ersten, schweißtreibenden Schritt gemacht.

In Székesfehérvár unterlagen die Grazer zwar nach einer kuriosen ersten Hälfte 2:3, kämpften sich aber dank des 2:0-Hinspielsieges in die 3. Qualifikationsrunde.

Wird Sturms Defensive sicherer, sollten die Grazer auch dort gegen den georgischen Meister Zestafoni bestehen können und so Grünes Licht für den Aufstieg ins Play-off bekommen.
Vor dem Match in Ungarn hatte hingegen Alarmstufe Rot geherrscht, weil es bei Sturms letztem Gastspiel in Ungarn bei Honved (2008, UI-Cup) zwischen Grazer Fans und ungarischem Sicherheitspersonal handfeste Meinungsverschiedenheiten gegeben hatte. Auf der Tribüne versuchten deshalb dieses Mal steirische Ordner rund 1000 Sturm-Anhänger unter Kontrolle zu halten.

Wechselbad

Die Mitgereisten wussten in der ersten Hälfte nicht, ob sie jubeln oder weinen sollten. Sturm geriet schon sehr bald in einen Wirbel, für den nicht nur die 10.000 Zuschauer sorgten.


Zwischen der 27. und 45. Minute bot sich ein Fußball-Theater der besonderen Art: Zunächst brachte Elek sein Team in Führung (27.). Auf den Tribünen Riesenhetz' bei den ungarischen Fans, auf dem Spielfeld jubelnde Videoton-Kicker.

Aufregung

Eine Minute später waren alle Ungarn ruhig. Und die große Panik bei den Grazern vorerst vorbei. Wolf stürmte rechts durch, Hölzl schoss zum Ausgleich ein. Dabei hatte der Linienrichter ein Abseits gesehen, Schiedsrichter Stavrev aber nicht.

Kurze Diskussionen - und wieder ein Tor. György sorgte abermals für die Führung (32.). Sechs Minuten später war Sturm wieder vor dem gegnerischen Tor, darunter auch Feldhofer, der zum Ausgleich abstaubte. Nach 45 Minuten sorgte Liptak für den Pausenstand (3:2). Also doch wieder ein Zitterspiel.

Ruhe Nach der Pause drängte Videoton, es passierte aber nichts mehr, weil die Grazer nicht mehr ganz so fahrlässig wie zuvor agierten.

Trainer Foda war trotzdem grantig: "Wir haben zu viele Fehler gemacht. Wenn man 2:0 zuhause gewinnt und hier zwei Tore schießt, darf es nicht so eng werden." Defensive Verstärkung wird kommen. Der Ex-Salzburger Milan Dudic soll schon nächste Woche im Hinspiel in Tiflis gegen den FC Zestafoni dabei sein.

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