Sturm-Trainer: Nach Senft-Absage steht ein anderer Liga-Trainer in der Pole

Fabio Ingolitsch ist Kandidat Nummer 1
Die Grazer verhandeln derzeit mit Altach. Fabio Ingolitsch war schon einmal ein Kandidat bei Sturm. Max Senft hingegen bleibt in Ried.

Altach-Trainer Fabio Ingolitsch weckte schon seit Tagen das Interesse bei Meister Sturm, der KURIER berichtete. Die Grazer hätten am Freitagabend erstmals Kontakt aufgenommen, bestätigte auch  Altachs Sportdirektor Philipp Netzer der APA. "Es sind noch Details zu klären", sagte Netzer. "Es muss auch für uns Sinn machen, das ist klar."

Ingolitsch hätte noch bis Sommer Vertrag bei den Vorarlbergern. Nach KURIER-Informationen würde Altach aber schon Ausschau nach einem Nachfolger halten. 

Sturm war auf der Suche nach einem Nachfolger für Meistertrainer Jürgen Säumel, von dem sich der Club kurz vor Weihnachten getrennt hatte, zuvor auch bei der SV Ried wegen Maximilian Senft vorstellig geworden. Doch der 36-Jährige informierte seinen Klub am Samstag darüber, dass er in Ried bleiben will. 

Beratungen in Altach starten

Dass Verhandlungen mit Ingolitsch geführt werden, wurde nun auch bei Sturm offiziell bestätigt.  "Es ist aber noch nichts Konkretes. Wir können nicht sagen, wir stehen kurz vor dem Abschluss", betonte Netzer. Das könnte sich schnell ändern. Nach KURIER-Infos wird am Sonntag bereits beim Liga-Neunten beraten. 

Altach als Sprungbrett

Er spüre Verständnis vonseiten seines Trainers, versicherte Netzer. Wenn es für den Club Sinn mache, sei man auch bereit, Ingolitsch den nächsten Schritt zu ermöglichen. "Es ist für ihn natürlich eine große Chance, eine gute Möglichkeit. Es ist auch für uns eine gewisse Wertschätzung, dass wir ihm eine Plattform geboten haben, sich weiterzuentwickeln."

Ingolitsch hatte das Traineramt in Altach im Oktober 2024 angetreten, der Club hielt dem Salzburger auch nach dem erst in der letzten Runde geschafften Klassenerhalt die Treue. "Wir haben im Sommer gesagt, Fabio hat die volle Rückendeckung, das war die richtige Entscheidung", meinte Netzer.

Vor diesem Hintergrund sind auch die Ablöseverhandlungen zu sehen. Vorerst gehe es dabei ausschließlich um die Personalie Ingolitsch und nicht auch mögliche weitere Mitglieder aus dessen Betreuerstab. "Wir wollen natürlich die beste Lösung für alle Seiten", erklärte Netzer. "Wir müssen schauen, dass wir auf einen grünen Zweig kommen. Wir haben klar kommuniziert, der Ball liegt aber nicht bei uns."

Schicker wollte Ingolitsch

Sturm will seinen neuen Chefcoach vor dem Trainingsstart am 2. Jänner präsentieren. Ingolitsch stand bereits einmal auf dem Wunschzettel von Sturm. Im Vorjahr wollte der damalige Sportchef Andreas Schicker den Salzburger an die Mur lotsen - jedoch nur für die Zweiermannschaft. 

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