Wählen Sie KURIER als bevorzugte Google-Quelle

Abschied einer Sturm-Legende: "Konnte Emotionen nicht unterdrücken"

Mit einem Traumtor beim 2:0-Sieg gegen Rapid zum Saisonabschluss in Graz verabschiedete sich Sturm-Legende Stefan Hierländer.
Noch einmal oben: Stefan Hierländer

Sturm verpasste zwar den Meistertitel, schloss aber die Saison als Vizemeister ab und darf nächste Saison in der 2. Qualifikationsrunde der Champions League einsteigen.

Hinter den nüchternen Fakten steht aber ein emotionaler Abend: Stefan Hierländer erzielte beim abschließenden 2:0-Erfolg über Rapid den zweiten Treffer und wurde vom Publikum gefeiert. 

Der Freistoß aus rund 30 Metern ins Kreuzeck in der Nachspielzeit war sensationell.

Der 35-jährige Kärntner war schon bei der Fahrt zum Stadion berührt. "Ich wollte meine Emotionen unterdrücken, aber es ging einfach nicht. Sturm ist einfach mein Leben. Es ist ein sehr schönes Gefühl, aber auch ganz schlimm. Es ist naheliegend, bei Sturm eventuell etwas weiterzumachen", sagte Hierländer unmittelbar nach seinem Freistoß-Tor in der 90. Minute. 

"Ich wollte ihm einfach noch einmal die Ehre erweisen. Wenn einer eine so große Karriere hat, könnte man glauben, dass er ein großes Ego hat. Dem ist nicht so, er hat sich immer in den Dienst der Mannschaft gestellt."

von Sturm-Trainer Ingolitsch über Hierländer

2016 kam Hierländer zu Sturm, erzielte im Cup-Finale gegen Salzburg 2018 den entscheidenden Treffer und wurde mit den Steirern weitere zwei Male Cupsieger und vor allem zweimal Meister.

Sturm-Trainer Fabio Ingolitsch schickte ihn deshalb in der 84. Minute noch einmal aufs Feld. 

"Das ist eine sehr emotionale Geschichte, dass er dann auch traf", sagt der Salzburger. "Ich wollte ihm einfach noch einmal die Ehre erweisen. Wenn einer eine so große Karriere hat, könnte man glauben, dass er ein großes Ego hat. Dem ist nicht so, er hat sich immer in den Dienst der Mannschaft gestellt."

Kommentare