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03.11.2018

St. Pölten rettet sich gegen den LASK zu einem Remis

Die Talfahrt des SKN ist zumindest vorerst gestoppt: Die Niederösterreicher eroberten zuhause einen Punkt.

Ranko Popovic hat den kapitalen Fehlstart als SKN-Trainer verhindert: Auch das dritte Ligaspiel mit dem Kühbauer-Nachfolger schien bereits verloren. Die gute Leistung der St. Pöltner gegen den LASK wurde in Minute 88 aber noch mit dem Ausgleich zum 2:2 belohnt.

Nach einem Besuch von SKN-Manager Blumauer in Bremen nahm Werder die Gegeneinladung mit überraschend prominenter Besetzung an: Sportchef Baumann, Vereinslegende Schaaf und der Chefscout saßen auf der Tribüne.

 

Zu sehen bekam die Bremer Delegation eine extrem intensive Anfangsphase. Da beide Teams bei Ballbesitz in einem 3-4-3-System angriffen, ging es hin und her, von Zweikampf zu Zweikampf. Meist versammelten sich alle 20 Feldspieler auf einem Raum von nur 30 mal 40 Metern, Schiedsrichter Jäger hatte mit dem Überblick zu kämpfen.

Glasner muss umstellen

LASK-Trainer Oliver Glasner musste nach neun Pflichtspielen ohne Änderung wegen der Sperre von Trauner umstellen, Pogatetz rutschte ins Team. Der im Sommer mit großem Theater von der Admira geholte Wostry musste bis Minute 88 zuschauen und kam prompt zum 2:2.

Von der üblichen „Kühbauer-Elf“ fehlten beim Heimdebüt von Popovic gleich vier Mann: Ingolitsch (gesperrt), Ljubicic (verletzt), sowie Haas und Meisl auf der Bank. Die spannendste Änderung betraf Michael Ambichl: Der ewige St. Pöltner wurde als Abwehrchef neu erfunden. Vor dem 0:1 zeigte der 27-Jährige, warum er bislang ein Spielmacher gewesen war. Goiginger wühlte sich vorbei, Joao Victor wartete auf den Ball, bekam diesen und traf (16.).

Beim Ausgleich zeigte Ambichl hingegen seine Spezialität: Ein Eckball wurde in einer Höhe platziert, die nur Kwang-Ryon Pak erreichen kann. Der Nordkoreaner köpfelte gekonnt ein (18.). Es war das erste Gegentor, das die Gäste per Kopf kassierten.

Gefährliche Gäste

Chancen vergab danach nur der LASK – durch Goiginger, Otubanjo und Ramsebner. Hälfte zwei begann mit der größten Möglichkeit. Bei einem Pass von Joao Victor verpasste Drescher die Abseitsfalle, Otubanjo lupfte den an die Latte (49.). Spät, aber doch sahen die 4071 Zuschauer auch Gelegenheiten der Hausherren. Balic scheiterte an Schlager (54.), Pak köpfelte daneben (62.).

In Minute 70 konnte Riegler bei einem Michorl-Freistoß glänzen. Die anschließende Ecke klärte Mislov per Kopf. So weit, so gut aus SKN-Sicht. Doch der überragende Joao Victor wartete, um aus 20 Metern direkt und perfekt ins Kreuzeck abzuschließen – 1:2.

Sollte das für die beste Defensive der Liga reichen? Nein, weil Ambichl erneut perfekte flankte, diesmal köpfelte Luan ein, 2:2 (88.).