Mauretaniens Präsident Mohamed Ould Abdel Aziz soll das Spiel zu langweilig gewesen sein.

© APA/AFP/ALAIN JOCARD

Fußball
12/02/2015

Spiel abgebrochen, weil der Präsident weg musste

Der Schiedsrichter brach das Spiel in der 63. Minute ab, es folgte ein Elfmeterschießen.

Das Spiel zwischen Meister Tevragh Zeïna und Pokalsieger Ksar nahm am Wochenende ein überraschendes Ende. In der 63. Minute pfiff der Schiedsrichter das Spiel um den mauretanischen Supercup ab. Spieler und Zuschauer waren überrascht. Es stand 1:1, der Schiedsrichter rief Spieler und Trainer zu sich, der Supercup wurde im Elfmeterschießen entschieden.

Die Gazzetta dello Sport berichtete, dass dies auf Geheiß von Mohamed Ould Abdel Aziz passiert ist, dem Präsidenten des afrikanischen Landes. Der 2008 durch einen Militärputsch an die Macht gekommene Aziz soll mit dem Tempo des Spiels nicht zufrieden gewesen sein, zudem hatte er einen engen Terminplan. Er wollte den Schlusspfiff und eine eventuelle Verlängerung nicht abwarten – also befahl er das frühzeitige Elfmeterschießen.

Der mauretanische Verband bestreitet aber eine Einmischung des Staatschefs. Fußball-Präsident Ahmed Ould Abderrahmane erklärte: "Ich weise entschieden zurück, dass es eine Intervention des Präsidenten gegeben hat. Die Entscheidung wurde aus organisatorischen Gründen getroffen.

Tevragh Zeïna gewann das Elferschießen.

eine Newsletter Anmeldung Platzhalter.

Wir würden hier gerne eine Newsletter Anmeldung zeigen. Leider haben Sie uns hierfür keine Zustimmung gegeben. Wenn Sie diesen anzeigen wollen, stimmen sie bitte Piano Software Inc. zu.

Jederzeit und überall top-informiert

Uneingeschränkten Zugang zu allen digitalen Inhalten von KURIER sichern: Plus Inhalte, ePaper, Online-Magazine und mehr. Jetzt KURIER Digital-Abo testen.