Titel in St. Pölten als Millionenfrage: „Unterschied ist siebenstellig“
Der SKN-Fanblock in St. Pölten
Es ist das erste der entscheidenden Duelle um den Aufstieg: Lustenau empfängt als erster Verfolger Tabellenführer St. Pölten (20.30 Uhr/ORF Sport+ live).
Der SKN führt nach 22 Spielen mit drei Punkten Vorsprung auf die Austria.
„Lustenau könnte nach der unerwarteten Niederlage gegen die Young Violets etwas angeschlagen sein, zusätzlich ist Diarra gesperrt. Aber das macht es für uns vor vollem Haus um nichts leichter“, meint SKN-Trainer Cem Sekerlioglu zur Vorarlberg-Reise.
Noch in St. Pölten konnte die Lizenzvergabe bejubelt werden. Das war genau ein Jahr nach dem Ausstieg von Investor FC 32 keine Selbstverständlichkeit.
Verstärkungen für den Erfolgsfall
Damals musste Christoph Freitag innerhalb kurzer Zeit erhebliche Summen einsparen, jetzt spielt der Sportchef einen ungewöhnlichen Doppelpass: Gemeinsam mit Sekerlioglu wird an einem Kader für die (an sich erwartete weitere) Saison in der 2. Liga geplant, parallel dazu mit Verstärkungen für die oberste Spielklasse.
SKN-Sportdirektor Christoph Freitag (li) und Akademie-Geschäftsführer Alex Gruber (re) sich mit Coach Cem Sekerlioglu (M) und den U17-Vizeweltmeistern Paul Pius Scharner und Julian Halmich
Großer Unterschied
„Der finanzielle Unterschied zwischen erster und zweiter Spielklasse liegt für den SKN im siebenstelligen Bereich. Bei solchen Beträgen müssen wir doppelgleisig planen“, erklärt Freitag im KURIER-Gespräch.
Unabhängig von der Titelfrage wurden bereits mit einigen möglichen Zugängen die Gespräche intensiviert. Dabei profitiert der SKN von seiner in der 2. Liga einzigartigen, auf Ballbesitz ausgelegten Spielweise.
Es gibt nämlich für dieses Segment wenig Konkurrenz: „Wir kontaktieren nur Spieler, die zu unserer Idee passen würden. Und da spüren wir großes Interesse, weil ganz klar ist, was bei uns gespielt werden wird.“
Am Ende geht es aber natürlich auch um das Gehalt. Und da könnte mit Blick auf eine nahe Rückkehr in die Bundesliga anders verhandelt werden.
Ob Freitag nach dem Spiel bei seinem Ex-Klub in Lustenau schon etwas klarer in die Zukunft schauen darf?
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