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21.08.2018

Schwab: "Keine einfache Situation - für Rapid und mich"

Rapid unter Druck: Schwab reiste als Verletzter mit zur LASK-Pleite, benennt die Defizite und hofft auf das Comeback.

Das Auf und Ab von Rapid geht weiter, konstant bleibt nur die Aufregung in Hütteldorf: Nach der Last-minute-Niederlage beim LASK ist die Mannschaft von Goran Djuricin erstmals aus den Top-6 gerutscht, bei diesem Tabellenstand würde den Wienern im Frühjahr die Teilnahme am neuen Meister-Play-off verwehrt bleiben.

Die Teilnahme am Play-off zur Europa League ist seit dem 4:0 gegen Slovan Bratislava Realität, die Vorbereitung auf das Hinspiel gegen FCSB alias Steaua Bukarest kurz: Bereits am Donnerstag (20.30 Uhr) tritt der rumänische Vizemeister im Allianz Stadion an. Ob die Hütteldorfer wieder ihr anderes, erfolgversprechendes Gesicht zeigen werden?

Ohne großes Risiko kann vorhergesagt werden, dass viel von Stefan Schwabs Fitness abhängen wird. Der Kapitän wurde bei der ersten Liga-Pleite schmerzlich vermisst. Eine Rückkehr gegen Steaua ist keineswegs ausgemacht, wie der Mittelfeld-Motor im KURIER-Gespräch verrät: „Die Oberschenkel-Probleme hab’ ich im Griff. Aber gegen Slovan gab es nach zehn Minuten einen Zusammenstoß mit den Kniescheiben. Im Spiel ist es noch gegangen, aber danach ist das Knie angeschwollen.“

Erst am Montag konnte der 27-Jährige wieder mit leichtem Lauftraining neben der Schmerz-Therapie beginnen. „Am Dienstag versuche ich es mit dem Ball, dann müssen wir schauen, ob es bis zum Donnerstag reicht.“

Das Spielerische fehlt

Der Kapitän reiste trotz Verletzung mit der Mannschaft zum LASK-Spiel. Sein Fazit: „Wie gegen Slovan haben Einsatz und Mentalität gepasst. Aber wir müssen uns dringend spielerisch verbessern. Es werden zu wenige Chancen herausgespielt, das beginnt schon beim Spielaufbau. Auch gegen Slovan sind wir mehr über Umschaltmomente als über Kombinationen gefährlich geworden.“

Die in die Mannschaft rotierten Reservisten konnten sich nicht empfehlen. Passend dazu fielen ausgerechnet jene Kaderspieler aus, die das Spiel geordnet nach vorne tragen könnten: Zuerst ist Malicsek erkrankt, am Matchtag auch noch der gegen den LASK fix eingeplante Müldür. Und so wird es im eigentlich großen Kader knapp mit den Alternativen. „Die Verletzten gehen uns sehr ab. Aber da sollte sich die Lage schon bald bessern“, rechnet der Salzburger. „Es ist eine schwierige Phase – für Rapid, wie auch für mich persönlich. Ich wäre gut in Form, aber mit den Wehwehchen ist es ein Drüberschleppen“, meint Schwab.

50:50-Chancen

Trotz allem wird der Optimismus beschworen: „Wir müssen an uns glauben. In den Heimspielen gegen Steaua und Wacker können wir diese Woche einiges geradebiegen.“ Zu den Chancen auf die Gruppenphase meint er: „Ich sehe sie bei 50:50.“ Ab heute läuft der freie Karten-Verkauf für das Hinspiel.