Höwedes jubelte, aber das Tor gehört Naldo.

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Europa League
09/29/2016

Salzburg unterliegt bei Schalke

Die Salzburger waren über weite Strecken chancenlos gegen Schalke.

Eine Linie bei Salzburg-Trainer Oscar Garcia zu erkennen, fällt schwer. Im ersten Gruppenspiel gegen Krasnodar, in dem sich Red Bull die größten Siegeschancen in der starken Gruppe I ausrechnen konnte, schonte der Katalane mit Wanderson und Laimer seine besten Spieler für die Ligapartie gegen Austria.

Gegen Schalke bot Oscar vor dem richtungsweisenden Liga-Hit am Sonntag gegen Leader Sturm bei Schalke seine beste Elf auf, obwohl die Chancen auf den Aufstieg nach dem 0:1 daheim gegen die Russen noch geringer als nach der Auslosung waren.

Eine Viertelstunde schien es, als könnte Salzburg die Mini-Chance vergrößern. Denn Schalke begann schlecht, nein eigentlich sogar inferior. Der katastrophale Saisonstart mit fünf Niederlagen in fünf Bundesliga-Spielen lähmte den Gastgeber. Österreichs Meister startete beschwingt, allerdings ohne gefährlich zu werden.

Schneller Rückstand

Das gelang als erster Mannschaft dem deutschen Tabellenschlusslicht. Und schon stand es 1:0: Kolasinac konnte ungehindert zur Mitte spielen, Goretzka zunächst ungehindert schießen und den von Walke abgewehrten Ball ungehindert mit dem Kopf verwerten (15.).

Die Führung gab Schalke keine Sicherheit, dafür verunsicherte der Rückstand die Salzburger. Dementsprechend war das Niveau in Hälfte eins. Es gab es Fehlpässe im Zehn-Sekunden-Takt, die den Spielfluss unterbanden.

Chancen hatte nur Schalke, aber auch nur, wenn Salzburgs rechte Seite mit Lainer und Lazaro nicht existent war. Der Tiroler Schöpf (26.) und Kolosinac (42.) vergaben aber ihre Möglichkeiten.

Oscar war mit der ersten Hälfte trotzdem zufrieden: "Wir hatten oft den Ball, haben das Spiel kontrolliert und nur wenige Chancen zugelassen", meinte der 43-Jährige.

Aber die Schalker mussten gar nicht selbst Tore schießen. Denn nach dem Wechsel zeigten sich die Salzburger als noch nettere Gäste. Caleta-Car lenkte eine Flanke von Höwedes ins Tor (47.).

Beim letztlich entscheidenden 3:0 schien zuerst der Weltmeister im Dress der Schalker der Torschütze gewesen zu sein. Nach einem Eckball waren die Salzburger indisponiert, Höwedes beförderte nach einem Kuddel-Muddel den Ball über die Linie (58.).

Dort war er aber schon Sekunden zuvor bei einem Naldo-Kopfball. Das hatte der Torrichter aber nicht so gesehen. Nach dem Spiel wurde das Tor von der UEFA aber doch dem Brasilianer zugeschrieben.

Starker Walke

Erst mit dem dritten Tor fand Schalke eine spielerische Linie. Salzburg bettelte um ein weiteres Tor. Doch Keeper Walke, der beste Red-Bull-Spieler, zeichnete sich aus.

Auch deshalb konnte Soriano mit dem 1:3 Ergebniskosmetik betreiben (72.). Danach wankte Schalke plötzlich. "Wir hätten die Partie auch gewinnen können", meinte Oscar vielleicht deshalb nach dem Schlusspfiff.

Es war aber bei der 1:3-Niederlage geblieben, die die Salzburger Chancen auf den Aufstieg gegen Null gehen lässt, weil Krasnodar Nizza klar 5:2 besiegte. Schalke und die Russen haben schon sechs Punkte, Salzburg und Nizza hingegen null Zähler.

Schalke 3:1 Salzburg

Gelsenkirchen, Veltins-Arena, SR Gözübüyük (NED)

Tor: 1:0 Goretzka (15.), 2:0 Caleta-Car (48./ET), 3:0 Höwedes (58.), 3:1 Soriano (72.)

Schalke: Fährmann - Höwedes, Nastasic, Naldo, Bentaleb - Geis, Kolasinac (80. Baba) - Schöpf, Goretzka (67. Konoplyanka), Meyer (89. Stambouli) - Embolo

Salzburg: Walke - Lainer, Caleta-Car, Miranda, Ulmer - Laimer (66. Radosevic), Upamecano - Wanderson (89. Rzatkowski), Berisha, Lazaro (65. Minamino) - Soriano

Gelbe Karten: Laimer (25.), Upamecano (33.), Caleta-Car (76.), Soriano (90.+2)

Garcia: "Bin im Großen und Ganzen zufrieden"

Markus Weinzierl (Schalke-Trainer): "Ich freue mich über den Sieg, verspüre aber keine Erleichterung, weil ich weiß, dass die Punkte in der Europa League gutgeschrieben werden und nicht in der Bundesliga. Aber wir sind am Weg, mit einer jungen Mannschaft etwas zu entwickeln."

Oscar Garcia (Salzburg-Trainer): "Ich bin im Großen und Ganzen zufrieden. Es ist nicht einfach, mit 18- und 19-Jährigen hierherzukommen, gegen einen Gegner, der in Österreich jedes Jahr Meister werden würde. Wir haben das Spiel in der ersten Hälfte unter Kontrolle gehabt, das haben wir gut hinbekommen. Man hat wieder gesehen, dass es auch eine Gruppe in der Champions League sein könnte."

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