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14.09.2017

Salzburg nimmt einen Punkt aus Portugal mit

Nach einem Rückstand holt Österreichs Meister in Guimaraes mit einem 1:1 zumindest einen Zähler.

Der Start in die siebente Europa-League-Gruppenphase der Klubgeschichte endete für Salzburg mit einem Punkt. Bei Vitoria Guimãraes gab es trotz großer Chancen in der Schlussphase nur ein 1:1-Unentschieden.

Trainer Rose hatte auf Experimente verzichtet. Die Routiniers Miranda und Ulmer waren wieder spielfit. Mittelfeld und Angriff waren ident mit der Formation, die am Sonntag gegen Rapid begonnen hatte.

Premiere

Bei Vitoria hatte Trainer Pedro Martins eine Startelf ohne einen einzigen Europäer (neun Südamerikaner, zwei Afrikaner) aufgeboten – eine Premiere in einem Bewerb, der den Namen Europa League trägt.

Die Salzburger hätten fast einen Blitzstart erwischt. Nach 13 Sekunden kam Gulbrandsen im Strafraum an den Ball, seinen Schuss aus spitzem Winkel konnte Vitorias brasilianischer Keeper Douglas abwehren. Es sollte allerdings die letzte gefährliche Aktion der Gäste für lange Zeit bleiben.

Unterlegenheit

Die Portugiesen ohne Portugiesen hatten ein klares Konzept. Trainer Pedro Martins setzte auf die körperliche Überlegenheit. Sieben Spieler kümmerten sich um den eigenen Strafraum. Die drei Stürmer verrichteten hingegen keine Defensivarbeit.

Salzburg hatte viel den Ball, blieb aber seltsam ungefährlich, weil im Angriffsdrittel kaum Zweikämpfe gewonnen wurden. Dazu gab es in der Defensive immer wieder leichte Fehler. So auch in der 25. Minute: Miranda verlor Gegenspieler Pedrão bei einem Freistoß aus den Augen. Der Vitoria-Kapitän konnte ungehindert einköpfeln – 1:0.

Ausgleich

Auch nach dem Rückstand änderte sich wenig am Spiel. Dass Salzburg kurz vor der Pause trotzdem noch zum Ausgleich kam, lag auch daran, dass auch die Vitoria-Abwehr nicht fehlerfrei agierte: Berisha spitzelte den Ball nach einem langen Zuspiel von Samassekou ins Tor (45.).

Nach dem Wechsel hatten die Salzburger wieder durch Gulbrandsen die erste Chance (47.). Die Partie war aber insgesamt ausgeglichener. Vitoria tat nämlich wesentlich mehr für das Spiel und war auch gefährlicher – und das nicht mehr nur nach Standards.

Chancenplus

In den letzten 20 Minuten gewann Salzburg wieder die Oberhand. Wolf (76.) vergab genauso den Matchball wie Caleta-Car per Kopf (89.). Es blieb deshalb beim 1:1. Ein Ergebnis, das ein gutes Omen sein könnte: Denn immer wenn es im ersten Gruppenspiel zumindest einen Punkt gab, stieg Salzburg danach auf.

Vitoria Guimaraes 1:1 Red Bull Salzburg

Guimaraes, Estadio D. Afonso Henriques, SR Aliyar Agayev

Tor: 1:0 Pedrao (25.), 1:1 Berisha (45.)

Vitoria: Douglas - Garcia, Pedrao, Jubal, Konan - Celis, Wakaso (78. R. Miranda) - Hurtado (57. Kiko) - Rincon (66. Heldon), Texeira, Raphinha

Salzburg: Walke - Lainer, Caleta-Car, Miranda, Ulmer - Haidara (86. Schlager), Samassekou, Wolf (84. Leitgeb), Berisha - Dabbur, Gulbrandsen (65. Daka)

Gelbe Karte: Leitgeb (90.)