Svento erzielte per Flugkopfball das 2:1 für Salzburg.

© APA/GERT EGGENBERGER

Bundesliga
12/04/2013

Salzburg kann auch gut Eislaufen

Mit dem Sieg in Wolfsberg wurde der Vorsprung auf Rapid auf 10 Punkte ausgebaut.

Wenn die einzige Mannschaft der Bundesliga, die in jedem Spiel zumindest ein Tor erhalten hat, gegen die einzige spielt, die in jeder Partie zumindest einen Treffer erzielt hat, dann darf eines erwartet werden: Tore.

Beim 2:1-Sieg der Salzburger beim WAC hielten zwar beide Serien, dass es aber trotzdem kein sehenswertes Fußballspiel war, lag hauptsächlich am Untergrund, auf dem gespielt werden musste. Der Fußballplatz in der Lavanttal-Arena hatte wenig mit einem solchen, sondern vielmehr mit einem Eishockey-Platz gemein.

Der rutschige Spielbelag machte es den 22 Fußballern ziemlich schwer, ihren Job ordentlich auszuüben. Ein Direktspiel aufzuziehen war faktisch unmöglich, diese Tatsache bremste besonders den Spielfluss der normal so spielfreudigen Salzburger.

Trainer Schmidt hatte auf die schwierigen Bedingungen nicht mit Rotation, sondern mit einer taktischen Umstellung reagiert. Ein Offensivspieler (Berisha) wurde einem Defensivspieler (Schiemer) geopfert. Leitgeb rutschte im 4-2-3-1 – wie schon in der zweiten Hälfte gegen Ried – in die offensive Spielmacherrolle.

Was auf dem satten Grün in der Red-Bull-Arena am Sonntag bestens funktioniert hatte, klappte auf dem gefrorenen Boden in Wolfsberg weniger. Leitgeb hatte zwar die beste Salzburger Chance in Hälfte eins (36.), fand aber sonst nicht ins Spiel.

Trotz defensiver Verstärkung war die eine oder andere Unsicherheit in der Abwehr des Tabellenführers zu sehen. Der WAC kam zu der einen oder anderen Chance, die beste in Hälfte eins konnte Segovia nicht nützen (18.).

Blitzstart

Kurz nach Wiederbeginn hatte Leitgeb per Kopf eine tolle Chance (46.). Dann traf Kampl per Kopf die Stange, dieses Mal konnte Alan aber abstauben – 1:0 (51.).

Der Zufall spielte Salzburg aber einen Streich: Standfest wollte alles, nur nicht zu Liendl passen, tat es aber, der Vorarlberger traf zum 1:1 (58.).

Doch die Salzburger konnten dann wenigstens einmal zeigen, wie gut sie Fußball spielen können: Der eingewechselte Berisha spielte den eingewechselten Svento mit einer Außenrist-Flanke frei, der Slowake köpfelte zum doch verdienten 2:1-Siegestor ein (87.).

Vielleicht können sich die Verantwortlichen im Sinne des Fußballs doch einmal durchringen, eine Rasenheizung in der Lavanttal-Arena einzubauen. Ein Mini-Zelt mit einer Heizkanone vor einem Tor aufzustellen, wie vor dem Spiel passiert, war eher ein schlechter Scherz als eine gute Idee.

Ergebnis & Tabelle

RZ Pellets WAC - FC Red Bull Salzburg 1:2 (0:0)
Wolfsberg, Lavanttal-Arena, 3.200, SR Schüttengruber

Torfolge:
0:1 (51.) Alan
1:1 (58.) Liendl
1:2 (87.) Svento

WAC: Dobnik - Standfest, Sollbauer, Rnic, Baldauf - Polverino (90. Hüttenbrenner) - Kerhe, Liendl, Putsche (90. Falk), Suppan – Segovia

Salzburg: Gulacsi - Schwegler, Schiemer, Hinteregger, Ulmer - Ramalho, Ilsanker - Kampl (70. Berisha), C. Leitgeb (85. Svento), Mane - Alan (57. Nielsen)

Gelbe Karten: Polverino, Sollbauer bzw. Alan

Die besten Spieler: Liendl, Standfest bzw. Ramalho, Leitgeb

Tabelle

Irreguläre Bedingungen

Roger Schmidt (Trainer Salzburg): "Das war heute ein Spiel unter irregulären Bedingungen, das hatte nichts mit Fußball zu tun. Umso schöner ist es, dass wir die drei Punkte mitnehmen. Wir haben zum Ende hin noch einen richtig guten Angriff gespielt und deshalb auch verdient gewonnen."

Dietmar Kühbauer (WAC-Trainer): "Jeder hatte schon mit einem X gerechnet, das wäre glaube ich auch gerecht gewesen. Leider haben wir im Spiel nach vorne einen Fehler gemacht und der ist bestraft worden. Wir haben es wieder verpasst, Punkte mitzunehmen, jetzt müssen wir schauen, die Punkte gegen Rapid zurückzuholen. Wenn ich sagen würde, dass die Partie von den schlechten Verhältnissen nicht beeinträchtigt war, würde ich lügen."

Dusan Svento (Torschütze Salzburg): "Ich bin reingekommen, und schon hat es mit dem Kopf gepasst. Das freut mich natürlich sehr. Der Platz war heute sehr schwer zu spielen. Und auch der Gegner hat sehr gut gekämpft. Das war ein hartes Stück Arbeit. Aber am Ende zählen nur die drei Punkte."

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