Nach Enttäuschung über WM-Aussortierung: Schiedsrichter (38) gestorben
Der vom Weltverband FIFA für die WM aussortierte Spitzenschiedsrichter Rob Dieperink ist im Alter von 38 Jahren gestorben. Das teilte der niederländische Fußballverband KNVB mit. Angaben zu den Todesumständen machte der Verband nicht.
Dieperink war Mitte Mai in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt, als die FIFA ihn von der Schiedsrichter-Liste für die WM gestrichen hatte. Eine offizielle Begründung hatte es damals nicht gegeben.
„Zu Unrecht beschuldigt“: Rob Dieperink wurde wegen Verdachts auf sexuelle Nötigung festgenommen
Zuvor waren Ermittlungen gegen Dieperink wegen des Verdachts auf sexuelle Nötigung eingestellt worden. Ursprünglich sollte Dieperink bei dem Turnier in den USA, Kanada und Mexiko als Video-Referee eingesetzt werden. Berichten von The Athletic und De Telegraaf zufolge war Dieperink die sexuelle Nötigung eines Minderjährigen in London vorgeworfen und der Niederländer festgenommen worden. Die anschließenden polizeilichen Ermittlungen, bei denen auch Videomaterial gesichtet wurde, seien den Berichten zufolge aber aus Mangel an Beweisen eingestellt worden.
Wie die De Telegraaf berichtete, sei Dieperink enttäuscht über seine WM-Ausbootung gewesen. „Es macht mich sehr traurig, dass ich zu Unrecht beschuldigt wurde“, wurde der Referee damals zitiert. Er habe nach eigener Aussage vollumfänglich mit der Polizei kooperiert sowie die FIFA, die Europäische Fußball-Union (UEFA) und den KNVB informiert. Vom niederländischen Verband hieß es damals, dass Dieperink weiter Spiele der Eredivisie leiten dürfe.
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