Sport | Fußball
21.11.2018

Rapid-Trainer Kühbauer: „Ich hab’ Mocinic heimgeschickt“

Der Pechvogel aus Kroatien behandelt seine Bänderdehnung in der Heimat. Andrei Ivan laboriert an einer Zerrung.

Regen und Kälte änderten am offensichtlichen Bemühen nichts. Immer wieder sprinteten die Rapidler Dienstagfrüh bei den geübten „Umschaltsituationen“ hin und her. „Jetzt ist die nötige Frische da. Und auch der Zug im Training ist so, wie ich mir das vorstelle“, sagt Rapid-Trainer Didi Kühbauer nach der ersten von zwei Trainingseinheiten anerkennend. Ein Spieler fehlt bei der Vorbereitung auf die Sonntagspartie gegen den LASK wieder einmal: Ivan Mocinic.

Dabei stand der Kroate so knapp wie noch nie seit seinem Knorpelschaden im Jänner 2017 vor dem Comeback bei den Profis. Die Einsätze bei Rapid II verliefen zufriedenstellend, die Schmerzen im mehrfach operierten Knie waren weg. Doch vor der Abreise nach Wolfsberg verdrehte sich der 25-Jährige das Knie – Bänderdehnung, zumindest ist nichts gerissen.

Kühbauer spürte, wie sehr Mocinic mit dem neuerlichen Rückschlag haderte und entschied unkonventionell: „Ich habe Ivan als vorbildlichen Profi kennengelernt, der vom Pech verfolgt ist. Er muss den Kopf wieder frei kriegen, deswegen hab’ ich ihn heimgeschickt.“

Hoffnung für 2019

Da der Sechser ohnehin dazu neigt, zu viel zu trainieren, wird Mocinic auch in Kroatien den Reha-Plan abarbeiten. Abgeschrieben wird der teuerste Einkauf der Vereinsgeschichte von Kühbauer freilich nicht: „Der Knorpelschaden ist behoben, das ist das Wichtigste.“

Pause für Ivan

Neben Mocinic und dem zweiten „Knorpel-Patienten“ Szanto fehlt Kühbauer „nur“ noch einer: Andrei Ivan, der ein Comeback in Rumäniens A-Team geben hätte sollen. „Die Team-Ärzte wollten ihn untersuchen – um dann das festzustellen, was unser Arzt diagnostiziert hat: eine leichte Zerrung“, erzählt Kühbauer. Am Montag soll der 21-Jährige wieder trainieren.