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29.01.2019

Rapid-Stürmersuche: Admiras Kalajdzic soll es richten

Der Zwei-Meter-Mann war schon 2018 ein Kandidat in Hütteldorf - nun ist der 21-Jährige wieder fit und begehrt.

Liegt der oder das Gute so nah? Bereits knapp nach der Verpflichtung von Trainer Didi Kühbauer begann bei Rapid die Suche nach einem groß gewachsenen Stürmer. Damals bereits ganz oben auf der Liste: Sasa Kalajdzic.

Doch der Zwei-Meter-Mann von der Admira verletzte sich nach seinem Comeback im November neuerlich. Die Hütteldorfer blieben trotzdem interessiert und weil der 21-jährige Wiener bei Leistungstests und Trainings in der Südstadt wieder auf dem Weg zu voller Stärke ist, rutschte der einfache U-21-Teamspieler auf der Kandidatenliste wieder nach oben. Laut KURIER-Recherchen nach ganz oben.

Admira pokert

Von den Hütteldorfern gibt es zur mühsamen Stürmersuche keinen Kommentar mehr. Admira-Manager Amir Shapourzadeh sagt: „Es spricht für Sasa und sein Talent, dass er trotz seiner Verletzung im Herbst national und international begehrt ist. Aber er hat einen Vertrag bis Sommer 2020 und ist für den Abstiegskampf ein wichtiger Mann.“ Wie der Transferpoker ausgeht, will Shapourzadeh nicht abschätzen: „Wir müssen ihn nicht verkaufen. Ich sehe das unaufgeregt.“

Kalajdzic selbst sagt: „Das Interesse gibt es schon lange, aber ich will nicht groß reden. Ich bin demütig und freue mich, dass ich bald wieder bei 100 Prozent sein werde.“ Was Kalajdzic mit den Beinahe-Transfers Bayo und Maurides verbindet, ist seine Kopfballstärke. Noch dazu ist er mit einer beachtlichen Technik ausgestattet.

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Ein Risiko wäre der Transfer – sofern es noch eine Einigung gibt – aber trotzdem. Denn der Syndesmosebandeinriss war nicht die erste schwere Verletzung 2018. Bereits im Sommer verhinderte eine Verletzungspause einen Wechsel: Im März, gerade als der Durchbruch gelang, zog sich Kalajdzic einen Mittelfußbruch zu und war ein halbes Jahr lang out. Nach dem Comeback gab es in insgesamt drei Liga-Spielen nur 60 Minuten Spielzeit und immerhin ein Tor.

Baumeisters Auge

Dass Kalajdzic zum Rapid-Kandidaten wurde, liegt an Ernst Baumeister. 2016 von Stadtligist Donaufeld zur Admira gekommen, war er als Sechser für die Juniors in der Ostliga tätig. Baumeister erkannte als Interimstrainer für die Talente, dass der Zentrumsspieler ein noch viel besserer Stürmer wäre. Nach der Umschulung traf Kalajdzic in der Ostliga sofort in Serie und wurde hochgezogen. Insgesamt sind es für die Admira bisher 23 Profispiele, fünf Tore und sieben Assists.

Ob ein neuer Stürmer da ist, bevor der Kader verkleinert wird? Bei Jérémy Guillemenot (St. Gallen) und Aleksandar Kostic (Radnicki Nis) ist der Abgang nahe.