Rapid spielt im Europacup: 3:0-Sieg gegen Ried mit Köpfchen
Jakob Schöller traf zwei Mal
Am ersten Sommertag mit über 30 Grad Hitze im Stadion hält Rapid die Chancen auf einen Europacup-Herbst (und die damit verbundenen Millionen) am Leben. Völlig verdient wird Ried mit 3:0 besiegt und damit das Play-off um den internationalen Startplatz mit 4:2 gewonnen.
Im 50. und letzten Saisonspiel der Hütteldorfer gab es ein simples, offensiv gehaltenes 4-2-3-1. In der Viererkette mit Rückkehrer Cvetkovic und links außen Schöller.
Damit hatte Ried offenbar nicht gerechnet und große Probleme, in die üblichen Schnittbälle und die dadurch sonst folgenden Standardsituationen zu kommen.
Rapid war von Anfang an klar überlegen, ballsicher und – anders als in Ried – auch in den Zweikämpfen präsent.
Aus 20 Metern schoss Bolla, der vergangene Woche wegen eines Virus sogar krankenhäuslich behandelt hatte werden müssen, einen Freistoß in die Mauer (10.). Nach einem Solo von Tilio, der als Zehner gute Akzente hatte, schoss Wurmbrand knapp drüber (18.).
Seltenes Corner-Tor
Immer wieder ging es über Dahl und Wurmbrand an den Flanken in den Strafraum, Eckbälle waren die logische Folge. Einen Bolla-Corner köpfelte Jakob Schöller zum verdienten 1:0 ein (26.).
Bei der Topchance spielte Wurmbrand perfekt in den Strafraum, an Goalie Leitner vorbei, Dahl hätte Danke sagen können, schoss aber aus sieben Metern drüber (40.). Die Fans machten Stimmung, übten via Transparenten aber auch Kritik – so wurde „Söldner raus“ gefordert und stattdessen mehr „Identifikationsfiguren“.
Und Ried, mit dem laut KURIER-Informationen bereits fixierten Rapid-Rückkehrer Bajlicz? Wurde mit genau einer Kombination gefährlich, Tormann Hedl hielt stark gegen Mutandwa (44.).
Dass Ried sogar Auflagen einstudiert, zeigte sich in der zweiten Hälfte: Nach 18 Sekunden kam Mutandwa zur Top-Chance – drüber. Das nahe 2:0 ließen Dahl und Tilio hintereinander liegen (53.).
Schon wieder Schöller
Bei einem Kopfball von Raux-Yao hatte der Großteil der 14.604 Fans den Torschrei auf den Lippen – auf der Linie geklärt. Nach einer Flanke von Gulliksen, der für den verletzten Amane gekommen ist, war es soweit: Wieder köpfelte Jakob Schöller ein – 2:0 (66.).
Das erlösende 3:0 vergab Wurmbrand mehrmals durch falsche Entscheidungen vor dem Tor, dann scheiterte Kara zwei Mal. Nach Gulliksen-Flanke fiel es doch, Louis Schaub traf per Volley (92.). "Euro-Louis" fixierte das Ticket nach Europa endgültig.
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