Was Rapids letzter Sieg in Salzburg mit der Champions League zu tun hat
Salzburg empfängt Rapid
Samstag, der 1. August 2015. Bei den Spielern von Salzburg und Rapid war nicht nur der Liga-Klassiker im Kopf, der am Sonntag (14.30/live auf Sky) zum Start der aktuellen Meistergruppe wieder auf dem Programm steht. Vor zehneinhalb Jahren ging es auch um die Champions League.
Deswegen wurde beim Schlager rotiert. Rapid verkraftete die Schonungen von Schlüsselspielern wie Steffen Hofmann oder Beric besser als die Hausherren, die anfangs auf Leitgeb und Oberlin verzichteten. Der blutjunge Laimer war im Zentrum gegen Petsos und Schwab überfordert. Der spätere Bayern-Star wurde zur Pause nach Treffern der beiden Mittelfeldmotoren von Rapid zum 0:2 erlöst, Joker Oberlin konnte nur noch verkürzen.
Was sich nach dem 2:1 der Mannschaft von Trainer Zoran Barisic niemand vorstellen hätte können: In keinem der folgenden 19 Ligaspiele in Salzburg schaffte Rapid noch einen Sieg.
Keiner der damals Beteiligten wird ab 14.30 auf dem Rasen stehen. Stefan Lainer (damals Ersatz) ist ebenso verletzt wie Louis Schaub, der 80 Minuten für Rapid spielte. Christopher Dibon, der die Abwehr organisierte, ist Koordinator im Nachwuchs der Hütteldorfer, der damals geschonte Hofmann ist nun Geschäftsführer.
Der Knoten muss platzen
Salzburg hat gegen Rapid in den letzten 25 Liga-Heimspielen immer zumindest ein Tor geschossen. Aktuell herrscht im Bullen-Sturm jedoch Flaute. Drei Pflichtspiele hat die Mannschaft von Daniel Beichler nicht getroffen. „Aber ich vertraue den Burschen in der Offensive maximal, die Jungs da vorne werden ihre Tore wieder schießen“, sagt der Coach. Dass der Knoten endlich platzt, hofft auch Keeper Alexander Schlager: „Es sind ja oft nur Kleinigkeiten, die fehlen.“
Salzburg ist bislang immer mit einem Sieg in die Meistergruppe gestartet, zwei Mal sogar gegen Rapid. Um diese Serie fortzusetzen, muss das Runde aber zumindest ein Mal ins Eckige. Beichler: „Wir haben in dieser Trainingswoche den Schwerpunkt darauf gelegt, die Räume in der Offensive besser zu nutzen, und ich bin überzeugt, dass wir das schon am Sonntag wieder besser machen werden.“
Der Meistertitel bleibt natürlich das große Ziel, zu sehr will man in Salzburg aber nicht auf die Tabelle schauen. „Das hilft uns nicht“, erklärt Schlager, „wichtig ist, dass wir wissen, was unsere Aufgaben sind und worauf wir uns konzentrieren müssen. Alles andere wird dann passieren, wenn wir unsere Arbeit gut machen.“ Und sein Trainer fügt hinzu: „Wir alle tun gut daran, uns wenig daran zu erinnern wie dominant Salzburg vor ein paar Jahren war, sondern daran zu arbeiten, dass wir dort wieder hinkommen.“
Rapid-Trainer Johannes Hoff Thorup weiß, dass eine Abwehrschlacht wie beim 1:0 kaum noch einmal gut gehen kann: „Wir müssen sehr klar im Verteidigen sein, aber offensiver denken.“ Der Däne will, dass der Ball länger gehalten und öfters in die Offensive getragen wird.
Nicht nur verteidigen
Sollte nach 19 Spielen Rapid in Salzburg wieder gewinnen, wäre auch die längste Sieglosserie der Hütteldorfer in der Bundesliga beendet.
Übrigens: Drei Tage nach dem 2:1-Sieg im Jahr 2015 in Salzburg hat Rapid auch in Amsterdam gewonnen. Louis Schaub traf beim 3:2 gegen Ajax doppelt zum Aufstieg, während Salzburg den 2:0-Vorsprung in Malmö noch verspielte und mit einem 0:3 in der Quali zur Champions League früh scheiterte.
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