Meistergruppe: Rapid will gegen Salzburg Geschichte schreiben
Drei Bundesliga-Hits am Sonntag
Spannung pur in der Meistergruppe. In der viertletzten Runde steht die Zahl drei im Mittelpunkt. Mit Sturm, Salzburg und dem LASK sind drei Mannschaften im Titelrennen, die anderen drei (Rapid, Austria, Hartberg) kämpfen um Platz vier und den Europacup. Direktes Duell gibt es diesen Sonntag keines, in den drei Partien trifft jeweils ein Team von „oben“ auf eines von „unten“. Wer kann sich absetzen, wer fällt zurück?
Schauplatz Hütteldorf
Zwei Partien wird es in dieser Saison noch mit mehr als 20.000 Zuschauern geben: Das Wiener Derby in der vorletzten Runde am 10. Mai, und heute, auch wenn die Partie Rapid – Salzburg nicht als Topspiel ausgewählt wurde. Bereits um 14.30 Uhr (live auf Sky) werden mehr als 23.000 Fans erwartet, für die Rapid-Sektoren gibt es nur noch Restkarten.
Zu sehen sein könnte Historisches: Noch nie hat Rapid seit dem Einstieg von Red Bull drei Partien in Folge gegen die Salzburger gewonnen. 2024 gab es unter Coach Klauß zwei Siege, gefolgt von einem 2:2 im Dezember.
Davor hatten die Rapidler in 36 Spielen nur ein einziges Mal etwas zu bejubeln (ein 2:0 2019). Und auch 2012 folgte auf zwei Erfolge der Grünen ein Remis, das war im Februar 2013 ein 3:3.
Tatsächlich drei Rapid-Siege en suite gab es noch gegen Austria Salzburg, in den Jahren 2003 und 2004. „Warum sollten wir nicht noch mal ein drittes Mal gewinnen?“, fragt Trainer Johannes Hoff Thorup, der auf zwei Siege im März zurückblicken kann. War das 1:0 in Hütteldorf noch glücklich, folgte mit dem 1:0 in Salzburg eine starke Leistung.
„Diese Partie und das 4:2 gegen den LASK waren unsere besten Auftritte. Da müssen wir wieder hin. Wir müssen unser Maximum abrufen“, weiß der Däne, der in der Offensive aufgrund der englischen Woche rotieren wird. Links hinten dürfte Schlüsselspieler Horn nach seiner Erkrankung noch einmal ausfallen.
Auch Salzburg hofft auf den dritten Sieg – nämlich in Serie. Nach den zwei Erfolgen gegen die Austria winkt bei einem Dreier gegen den anderen Verein aus Wien sogar die Tabellenführung. „Wir wollen jene Dinge, die wir zuletzt gut gemacht haben, wieder in unserem Spiel sehen“, so Trainer Daniel Beichler.
LASK-Trainer Kühbauer
Schauplatz Hartberg
Nach zwei Remis in Folge will und muss der LASK in Hartberg zurück auf die Siegerstraße, um im Titelrennen nicht zurückzufallen (14.30/live auf Sky). Gegen die Steirer taten sich die Linzer in dieser Saison aber stets schwer, konnten noch kein einziges Duell für sich entscheiden – alle endeten mit einem Unentschieden. Gegen Sturm präsentierte sich der LASK zuletzt zwar stark, die Ausbeute war mit zwei Zählern jedoch mickrig.
„Uns wird eine komplett andere Partie als zuletzt gegen Sturm erwarten, sie legen ihr Spiel sehr defensiv an, wir müssen in der Offensive gute Lösungen finden. Gleichzeitig wissen wir aber auch, dass sie im Konter stets gefährlich sind“, weiß Coach Dietmar Kühbauer. Hartberg ist nach dem ersten Sieg in der Meistergruppe (2:0 gegen Rapid) im Hoch und hat Lunte gerochen. „Wir haben noch vier Spiele, die wollen wir gewinnen. Dass wir nach Europa wollen, ist klar“, betonte der scheidende Trainer Manfred Schmid.
Schauplatz Graz
Bevor Sturm die Austria empfängt (17 Uhr/live auf Sky) hat ein kleiner Kreis von Sturm-Angestellten schon am Samstagabend in einer Pizzeria in Graz gefeiert, wo man mit dem ehemaligen Meistermacher und ÖFB-Trainer Franco Foda auf dessen 60er anstieß, den er am Donnerstag beging.
Auf dem Platz konnte man zuletzt nur jubeln, wenn sich Otar Kiteishvili den Ball am Elferpunkt auflegte – denn neben seinen beiden verwandelten Penaltys gegen den LASK (zwei Mal 1:1) gab es aus den jüngsten drei Matches kein Tor aus dem Spiel heraus – obwohl man am Sonntag gegen den LASK zwei Spieler mehr auf dem Platz hatte. „Da haben wir auf jeden Fall Aufholbedarf, zuletzt haben uns die kreativen Momente gefehlt, die müssen wir wieder auf den Platz bringen“, sagt Sturm-Trainer Fabio Ingolitsch.
Auch die Austria weiß, was zu tun ist. „Fakt ist, dass wir uns in dieser Saison gegen Sturm immer gut präsentiert und das Heimspiel zum Auftakt der Meistergruppe unglücklich aus der Hand gegeben haben. Wir müssen uns in Graz auf viele Eins-gegen-eins-Duelle und den Kampf um zweite Bälle einstellen“, erklärt Coach Stephan Helm, der leise auf eine Rückkehr von Eggestein und Barry hoffen darf.
Vom 5:2 lässt sich auch Ingolitsch nicht beirren, immerhin waren die Steirer zuvor in sieben Spielen gegen die Wiener sieglos geblieben. „Trotz des deutlichen Ergebnisses von damals gibt es einige Punkte, in denen wir uns mit Blickrichtung Sonntag deutlich verbessern müssen“, weiß auch Ingolitsch, der auf die Kraft eines ausverkauften Stadions setzt. Gewinnen Sturm und Salzburg, gibt es eine Woche darauf erneut ein Duell um Platz eins.
29. Runde, Sonntag, 14.30:
Rapid – Salzburg
Hartberg – LASK
17.00: Sturm Graz – Austria
Kommentare