Sport | Fußball
07.04.2018

Rapid: Provokation bei der Kühbauer-Premiere

2000 Rapid-Fans stehen heute im Gästesektor, wenn Didi Kühbauer erstmals als SKN-Trainer ins Allianz Stadion kommt.

Zwei Premieren  gibt es heute ab 18.30 Uhr in Hütteldorf: Didi Kühbauers Debüt als SKN-Trainer ist zugleich sein erster Pflichtspielauftritt im Allianz Stadion. Zu sehen bekommt der frühere Rapidler erstmals und ausnahmsweise 2000 Rapid-Fans im Auswärtssektor. Diese Umgehung der   Sektorsperre ist eine bewusste Provokation der Bundesliga, aber juristisch wasserdicht und von der Polizei genehmigt. Der Strafsenat wird sich bei der nächsten Fan-Verfehlung in Grün  vermutlich revanchieren.

Rohes Fleisch

Von den 10.000 zugelassenen Fans kommen 260 aus St. Pölten. Sie werden nach der Zustimmung des SKN-Fanklubs „Wolfbrigade“ (der ebenfalls gegen Kollektivstrafen auftritt) auf die ersten vier Reihen der Haupttribüne verteilt.

Dieses ungewohnte Bild passt zur vermutlich  neu zusammengestellten St. Pöltener Mannschaft. Rapid-Coach Goran Djuricin warnt  vor einem Trainereffekt: „Wir wissen, wie gut Kühbauer motivieren kann. Vielleicht essen sie vor dem Anpfiff auch noch rohes Fleisch.“
 

Kühbauer hat  vor allem an der Defensive und an der Psyche gearbeitet. „Es mag wie hohle Phrasen klingen, aber ich will Engagement und Zweikampfstärke sehen. Was aber nicht heißt, dass wir nicht auch die Räume nützen wollen.“ Zur Einstimmung auf Rapid gab es ein Videostudium vom 4:2  in Mattersburg. Man will Rapid nicht so viele Räume lassen. „Neun Tore in zwei Spielen sagt viel über die Qualität aus.“

Thomas Murg will den Faktor Kühbauer nicht überbewerten: „Uns ist es egal, wer SKN-Trainer ist. Wir müssen hackeln und Fußball spielen, dann werden wir gewinnen.“ Petsos soll Ljubicic (gesperrt) ersetzen.

Sorgenkinder

Länger fehlen wird der verletzte Joelinton. Die Hoffnung, dass Dibon und Mocinic nach den Comebacks Alternativen werden, hat sich nicht erfüllt. Beide erlitten Rückschläge. Djuricin: „Mocinic ist ein armes Schwein, solange wie er schon kämpft.“