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Sport Fußball
11/22/2019

Liste Schmid will für Barisic keine Jobgarantie aussprechen

Würde Schmid als Rapid-Präsident langfristig auf Sportchef Barisic setzen? Auch auf Nachfragen bleibt eine Jobgarantie aus.

von Alexander Huber

Die Arbeit von Zoran Barisic und seine Zukunft als Sportdirektor ist zu einer Schlüsselfrage im Wahlkampf bei Rapid geworden. Die Liste Bruckner betont vor der Präsidentenwahl bei der Hauptversammlung am Montag gerne die Bedeutung von Barisic und die unerschütterliche Treue zum Rückkehrer.

Umso überraschender ist, dass die Liste Schmid bei einem Medientermin im Schutzhaus Zukunft auf der Schmelz trotz mehrmaliger Nachfrage keine Jobgarantie für Zoran Barisic im Fall eines Wahlsieges ausstellen wollte.

Konkret sagte Präsidentschaftskandidat Roland Schmid: „Jetzt eine Jobgarantie auszusprechen, macht absolut null Sinn. Barisic wird ein wesentlicher Teil von dem Team sein, mit dem wir gemeinsam das sportliche Konzept erarbeiten. Wir werden dann sehen, wo wir stehen und wer den Weg geht. Aus jetziger Sicht ist das Zoran Barisic.“

Der Hintergrund

Zur Vorgeschichte: Als Roland Schmid von Martin Bruckner einen Platz im Präsidium angeboten bekam, sagte der Immobilienunternehmer wegen Barisic ab: Bruckner forcierte Barisic, Schmid sah in ihm lediglich einen Mann für den Nachwuchs.

Nach der Fusion der Listen Schmid und Grüneis versicherte Schmid, dass es „zum aktuellen Zeitpunkt“ sicher keine Diskussionen um Barisic geben werde. Auf die Nachfrage, ob die Arbeit eines Sportdirektors nicht langfristiger beurteilt werden könnte und Barisic für die kommenden Monate eine Jobgarantie erwarten kann, antwortete Schmid: „Ich glaube, wir können davon ausgehen, dass er bleibt. Wir werden mit ihm und dem Trainerteam das Konzept erarbeiten und er wird es wohl als Sportdirektor umsetzen.“

Schmids Jurist Axel Anderl, der im Präsidium den Part von Nikolaus Rosenauer übernehmen würde, ergänzte: „Eine Jobgarantie im Fußball ist generell schwierig, es ist ein schnelllebiger Sport.“ Die anwesenden Mitglieder des Teams „Grün Weiß“, die ursprünglich auf der Liste Grüneis versammelt waren, meldeten sich bei diesem Thema nicht zu Wort.

Zwischen Barisic und Schmid soll es noch vor der Wahl zu einem Treffen kommen. Auf das Angebot des Wahlkomitees, vor der Zulassung der Listen mit dem Sportchef einen Austausch zu organisieren, hatte Schmid verzichtet.

Barisic bleibt gelassen

Bei der anschließenden Pressekonferenz von Rapid in Hütteldorf nahm Zoran Barisic die ausbleibende Jobgarantie äußerlich gelassen zur Kenntnis: „Das belastet mich nicht, weil es im Fußball keine Garantien gibt und Verträge oft frühzeitig beendet werden. Ich konzentriere mich auf meine Arbeit.“

Barisic sandte hingegen eine Botschaft zur Stärkung von Trainer Didi Kühbauer aus. Schmid hatte in einem Interview mit 90minuten.at gemeint: „Ich erkenne unter Didi Kühbauer keine nachhaltige Verbesserung.“ Der Sportdirektor betont: „Wir haben aufgeräumt. Wir haben seit Sommer gemeinsam sehr viel unternommen und sind auf einem Weg. Es wird besser und die Richtung ist eindeutig die richtige.“