Sport | Fußball
12.06.2013

Rapid holt Dibon

Die Hütteldorfer leihen den Verteidiger für ein Jahr aus. Der Leihvertrag beinhaltet keine Kaufoption.

Mit 14 Spielern hat Rapid-Trainer Zoran Barisic beim Trainingsstart gerechnet. Zu den acht fitten Feldspielern aus dem Profikader, zwei Torhütern und vier Amateuren gesellte sich Mittwochvormittag aber noch ein 15., besonders wichtiger Kicker.

Christopher Dibon hat nach der Freigabe von Salzburgs Sportchef Rangnick, als erster Red-Bull-Spieler zu Rapid zu wechseln, noch Dienstagabend die medizinischen Tests absolviert. Ausgerüstet mit der Nummer 17 aus erfolgreichen Admira-Zeiten mischte der Innenverteidiger gleich beim ersten, zwei Stunden dauernden Training im Prater mit.

Barisic hat damit seinen Wunschspieler bekommen, der die Spiel-Eröffnung verbessern soll. „Letztes Jahr hast du das Leiberl nur angeschaut, jetzt darfst du es anziehen“, scherzt Barisic bei der Trikotübergabe. Allerdings kann sich Rapid den 22-Jährigen nur leihweise für ein Jahr, noch dazu ohne Kaufoption leisten. Der Vertrag in Salzburg läuft bis 2015. Die Gefahr, dass Rapid einen Spieler lediglich für einen Konkurrenten aufpäppelt, sieht Sportdirektor Helmut Schulte nicht: „So ist es besser als mit einer extrem hohen festgeschriebenen Ablöse. Wenn Dibon Leistung bringt und bei uns bleiben will, werden wir eine Lösung finden.“

Keine Spielpraxis

Der einfache Teamspieler benötigt dringend Spielpraxis. Seit dem Wadenbeinbruch im Februar 2012 kam der Schwechater in 15 Monaten auf mickrige 350 Pflichtspiel-Minuten. Bei Rapid fühlt sich Dibon an die Admira-Erfolge erinnert: „Da waren auch viele Junge dabei und es hat geklappt. Dieses Team hat Qualität.“ An die Entscheidung gegen Rapid vor einem Jahr und die verpatzte Saison in Salzburg will er nicht mehr denken: „Das ist Vergangenheit, ich bin voll auf Rapid fokussiert.“

Der nächste Zugang ist für die defensive Position vor der Abwehr geplant. Ob dann noch Geld für die nötige Alternative im Sturm da ist, bleibt fraglich. Schulte sagt: „Wir haben einen Plan. Wir arbeiten hart dafür, eine richtig gute erste Elf stellen zu können. Verletzungspech sollte es nicht mehr geben – aber das müsste doch einmal aufgebraucht sein.“