Bolla nach 2:2: „Jetzt müssen Rapid-Siege her, wir haben große Ziele“
Wieder getroffen: Bendeguz Bolla für Rapid (r.)
Johannes Hoff Thorup kämpfte nach dem 2:2 mit seiner Laune. „Eigentlich will ich die Spieler loben, aber das kann ich nach so einem 2:2 nicht.“
Der Rapid-Trainer erklärt: „So, wie wir gespielt haben, Chancen kreierten und überlegen waren, sollte es keine Diskussion über den Sieger geben. Wir haben mehr als genug investiert.“
Aber da waren beim 2:2 in Hartberg zwei schlecht verteidigte Eckbälle, eigentlich eine Stärke der Wiener. „Wenn da etwas nicht passt, geht uns das alle an: Spieler, Trainerteam, Schlüsse aus der Analyse. Wir müssen da Quality-Time investieren.“
Zuletzt wurde extrem viel Zeit investiert, um im Angriffsdrittel gefährlicher zu werden. Für Ercan Kara durchaus erfolgreich: „Wir hatten genug Chancen. Einen meiner ersten beiden Kopfbälle muss ich verwerten. So selbstkritisch bin ich schon.“
Matthias Seidl, der sich über das seltene Erfolgserlebnis von zwei Assists kaum freuen konnte („lieber wären mir drei Punkte“), betont: „Wir haben so viel probiert und auch mehr Spieler in den Strafraum bekommen als zuletzt. Und dann hat Hartberg mit ganz wenigen Chancen auch zwei Tore ...“
Bolla: „Diese Rolle mag ich“
Topscorer im Jahr 2026 ist tatsächlich Bendeguz Bolla. Der gelernte Rechtsverteidiger ist unter Hoff Thorup mittlerweile zum Flügelstürmer mutiert: „Ich denke offensiv, diese Rolle mag ich.“
Aber auch dem Ungarn kam kein Lächeln aus: „Ich bin verärgert. Wir müssen hier gewinnen, eigentlich. Und jetzt müssen wir am Mittwoch unbedingt gewinnen. Das darf überhaupt kein Thema sein.“
Denn die Hütteldorfer verfolgen noch Pläne für wesentlich mehr, wie Bolla auf KURIER-Anfrage betont: „Noch ist alles möglich. Jetzt müssen Siege folgen. Wir haben ja richtig große Ziele.“
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