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Sport Fußball
05/10/2012

Rapid gewinnt in Mattersburg

Durch den 1:0-Sieg verhindern die Wiener Salzburgs Meisterfeier.

von Günther Pavlovics

Rapid konnte den Titel in Mattersburg nicht gewinnen, sondern nur verlieren. Aber es ging nur um einen Schlussstrich, um das Tilgen des Wortes "theoretisch" vor der Meisterschaftschance.

Mit dem Sieg gegen Kapfenberg lag Salzburg neun Punkte vor Rapid, hatte um sieben Tore mehr geschossen. Salzburg müsste in Wiener Neustadt und daheim gegen Admira verlieren, Rapid noch alle drei ausstehenden Spiel gewinnen . Alles sehr theoretisch.

Also trat Rapid auf, als ob man nichts zu verlieren hätte. Keine Spur vor Verkrampfung, es war sogar ein bisschen Spielfreude zu spüren. Nach Pass von Hofmann verfehlte Prager nur knapp das Mattersburger Tor (3.). Etwas später setzte sich Thonhofer gegen Rath durch, legte zurück auf Burgstaller. Der sah kurz auf und schlenzte den Ball ins Kreuzeck zur Hütteldorfer Führung (18.).

Verloren haben die Wiener die Meisterschaft aber schon am Sonntag mit der Niederlage gegen Salzburg. Wegen diesem Spiel musste Rapid-Trainer Peter Schöttel auch seine Mannschaft umbauen, weil Kulovits und Drazan in Mattersburg Gelbsperren absitzen mussten.

Pichler hatte sich eine Schienbeinprellung zugezogen, und Schimpelsberger fand sich auf der Bank wieder. Prager, Soma, Trimmel und eben Thonhofer waren die Gewinner dieses Wechselspiels.

Verschlafen

Mattersburg verschlief den flotten Start von Rapid komplett. Dabei hatte man das Publikum im Pappelstadion versöhnen wollen. Man hatte am Samstag in Innsbruck 6:3 gewonnen, man wollte den Nimbus der schwächsten Heimelf ablegen. Aber nur langsam kamen die Burgenländer in Schwung. Ein Schuss von Parlov ging knapp daneben, das war die erste Warnung, dass sich Rapid nicht zu sehr in Sicherheit wiegen sollte.

Nach Seitenwechsel konnte Mattersburg den Salzburgern keineHilfe für die vorzeitige Party leisten. Königshofer, der im Burgenland im Herbst debütiert hatte, hielt einen Schuss von Mravac, Bürger köpfelte daneben.

Ihre eigene Party feierten die Rapid-Fans. Erst bedachten sie die Mutter von Ilco Naumoski mit einer schmählichen Berufsbezeichnung. Danach die von Stefan Maierhofer. Der war es ja, der sie am Sonntag um den Titel gebracht hatte. Der aber theoretisch noch immer möglich ist.

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