Rückkehr ins Normale: Trainer Kühbauer und seine Rapidler

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Sport Fußball
05/27/2020

Rapid gewinnt an Form und verliert ein Talent Richtung Linz

Beim Mannschaftstraining ist fast alles beim Alten. Jung-Goalie Nikolas Polster wechselt nach elf Jahren bei Rapid zum LASK.

von Alexander Huber

„Das ist wieder echter Fußball“, sagt Didi Kühbauer und lächelt. Der Rapid-Trainer freut sich, dass seine Spieler nach der Rückkehr ins Mannschaftstraining und eine Woche vor dem Liga-Neustart in Salzburg an Form gewinnen.

Am Dienstag wurde mit 23 Feldspielern in vier Gruppen geübt. Der letzte Mann mit Maske auf dem Rasen ist Kitagawas Dolmetscher, der dem Japaner weiterhin tagtäglich zur Seite steht. Das abschließende Match erweckte den Eindruck von lange vermisster Normalität.

Zur Freude von Sportdirektor Barisic hat Paul Gobara noch eine halbe Stunde nach dem Mannschaftstraining Einzelübungen abosolviert. Der Kapitän von Rapid II sorgte bei seinem Trainingsdebüt mit dem (damals noch verbotenen) Zweikampf mit Stojkovic für - schlussendlich folgenlose - Aufregung. Aufgrund der Verletzung von Barac ist der Verteidiger im Profi-Training geblieben.

Muskelmann Schwab

Schwab hat (offensichtlich noch einmal) an Oberkörper-Muskulatur zugelegt, Stojkovic hat sich in der Corona-Pause einen mächtigen Bart wachsen lassen. Aber sonst – fast alles beim Alten.

Wechsel zum Konkurrenten

Ein Junger verlässt Hütteldorf hingegen nach elf Jahren: Nikolas Polster sollte gemeinsam Niklas Hedl, 19, die nächste Torhüter-Generation prägen. Doch der ausgerechnet vom früheren Rapid-Tormanntrainer Helge Payer beratene 17-Jährige hat sich gegen das Angebot zur Verlängerung des auslaufenden Vertrages entschieden.

Polster, der mit nur 15 Jahren seine ersten Profi-Trainings bestreiten durfte, wird zum LASK wechseln und könnte bei den OÖ Juniors in der 2. Liga Spielpraxis sammeln.

Payer sagt: "Ich bin der Mentor von Polster, aber die Entscheidung für den LASK war eine persönliche von Niki. Er wollte mal raus, vielleicht, weil er im Schatten von Hedl gestanden ist." Hedl ist wiederum der Sohn von Raimund Hedl, der ebenso wie Payer für Rapid spielte und als Tormanntrainer aktiv war.