Rapid spät aber doch: Durchmarsch bis nach oben
SK Rapid Frauen
Katja Gürtler ist zufrieden und ruhig. Der Kader für die Premierensaison der Rapidlerinnen in der höchsten österreichischen Spielklasse stand schon früh. „Wir wussten ja aufgrund der Lizenzierung früh, dass wir aufsteigen werden“, sagt die Cheftrainerin. Rapid ist im Frauenfußball ein Spätstarter. Aber dafür ist man nach nur drei Jahren oben angekommen.
Die Stimmung im Verein sei sehr positiv. Auch, weil das Ziel Frauen Bundesliga nach Plan erreicht wurde. „Unser Anspruch – auf Sicht – ist, oben mitzumischen. Aber es ist allen klar, dass das nicht von heute auf morgen passiert“, bleibt Gürtler realistisch.
Rapid Trainerin Katja Gürtler
Die Vision ist es, eines Tages in die Champions League zu kommen. Doch zuvor gilt es, sich in der Liga zu etablieren.
„Wir haben einen Stamm an Spielerinnen, die schon von Anfang an dabei waren“, ist Gürtler stolz. „Wir setzen auf Kontinuität“, sagt die 37-Jährige. „Früher oder später wollen wir aus dem eigenen Nachwuchs schöpfen.“
Ein ganz klares Saisonziel für das erste Jahr gibt nicht. „Einen abgesicherten Platz im Mittelfeld“ strebe man aber auf jeden Fall an. Gespielt wird vorerst auf dem Platz „West 1“ in Hütteldorf neben dem Stadion mit einer kleinen Tribüne.
Die Rapidlerinnen wollen auch in der 1. Liga jubeln
Natürlich freue man sich auf das Highlight gegen die Austria. Auch wenn die Fußballfans sich für das historisch erste Wiener Derby in der Frauen Bundesliga zwischen Austria und Rapid bis zur 9. Runde am Wochenende vom 3./4. Oktober gedulden müssen. „Aber die Spiele gegen die Top 4 sind sportlich nicht die wichtigsten“, sagt die Trainerin. Im Derby sei die Favoritinnenrolle klar vergeben. Dass die Premierensaison nicht gleich mit diesem Spiel anfängt, darüber ist Gürtler allerdings nicht unglücklich.
Für Rapid läuft die Saison am Sonntag, dem 2. August, bei der Vienna auf der Hohen Warte an.
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