Sport | Fußball
02/17/2019

Rapid erledigt die Cup-Pflicht mit einer Kür

Im Viertelfinale gegen Hartberg waren die Wiener überlegen und siegten mit offensiver Ausrichtung 5:2. Nun wartet der LASK.

Das Semifinale steht: Mit Salzburg und dem LASK sind die beiden derzeit besten Teams des Landes ebenso dabei wie das Sensationsteam GAK aus der Regionalliga. Sonntagabend wurde das Viertelfinale abgeschlossen: Vor 12.700 Fans zeigte Rapid gegen Hartberg eine souveräne Vorstellung und gewann mit 5:2 (1:0). Im Anschluss loste Werner Gregoritsch die Halbfinal-Paare aus und bescherte den Hütteldorfern eine Reise zum LASK. Der GAK empfängt Salzburg. Um das Cup-Finale (1. Mai in der Generali Arena) wird am 2. und 3. April gekämpft.

Die angekündigte und lange geplante Rotation wurde von Rapid durchgezogen: Mit sechs Neuen starteten die Grünen nach dem Inter-Spiel. Didi Kühbauer brachte mit Pavlovic, Knasmüllner, Murg und Schobesberger nicht nur eine komplett neue Offensive, sondern auch noch Martic (anstelle des gesperrten Ljubicic) und Auer rechts hinten. Bei Hartberg ersetzte Tschernegg Schlüsselspieler Ljubic, der von Sturm nach Graz zurückbeordert worden war. Goalie Swete agierte wie ein Libero mit den meisten Ballkontakten, offensiv ging beim Aufsteiger aber fast nichts.

Bei der ersten gelungenen Offensivaktion der Hausherren wurde Bolingoli abgeblockt (7.). Danach dauerte es bis zur 30. Minute, ehe sich wieder Erwähnenswertes tat – Bolingoli verschoss.

Druckphase

Danach gab es Chancen im Takt, der nach Minuten berechnet wird: Blauensteiner rettet vor Schobesberger; Swete hält nach einem Murg-Solo; Swete hält nach einem Corner gegen „Turban“ Sonnleitner; Swete hält nach einem Schobesberger-Solo.

Als es so aussah, dass die Hartberger die Nullnummer in die Pause retten könnten, wurde die schönste Aktion belohnt. Murg stieg bei einem Auer-Pass über den Ball und sprintete los, Pavlovic spielte direkt weiter und Murg vollendete zur verdienten Führung (42.).

Und die von 800 Fans begleiteten Gäste? Hatten nach einem Martic-Fehler durch Sittsam eine Chance (45.).

Auf der Tribüne sah es der noch immer über das 0:6-Debakel beim LASK massiv verärgerte SKN-Coach Popovic. Auch wenn die St. Pöltner derzeit nicht so spielen, könnten sie durch einen Sieg in Hartberg am Sonntag in der ersten Frühjahrsrunde bereits die Teilnahme an der Meistergruppe planen.

Die Hütteldorfer wollten schnell alles klar machen – und das gelang. Pavlovic eroberte den Ball, spielte einen mustergültigen Doppelpass mit Schobesberger und traf zum 2:0 (50.). Zwei Minuten und eine perfekte Murg-Flanke später war es entschieden: Hofmann köpfelte ein.

Es fielen zwei weitere Tore durch Rapidler. Zuerst passierte Martic unbedrängt ein Eigentor 3:1 (69.), dann fand Auer mit einer Flanke Pavlovic. Swete war beim vierten Cuptreffer des Serben doch etwas zu klein (74.).

Den schönsten Hartberger Angriff schloss Rasswalder zum 4:2 ab (82.). Den Schlusspunkt setzte Murg mit einem fabelhaften Schuss ins Kreuzeck (91.).