In letzter Sekunde kassiert Rapid in Mostar das 1:1 durch ein Eigentor

Dem spät eingewechselten Cvetkovic passiert in Minute 93 ein Eigentor zum 1:1 in Mostar. Während die Bosnier aufsteigen, wird Rapid in der Conference League Letzter.
Nikolaus Wurmbrand im Zweikampf mit zwei Spielern von Mostar.

Noch nie hat Rapid in 126 Jahren Vereinsgeschichte in einem Kalenderjahr so viele Partien bestritten: Das 1:1 in Mostar war das bereits 54. Pflichtspiel 2025.

„Es geht um die Ehre der Jungs und des Klubs“, hatte Geschäftsführer Steffen Hofmann angekündigt. Für den Gegner aus der kroatischen Hälfte der bosnischen Stadt mit der berühmten Brücke ging es um die historische Chance auf die Top 24.

Mostar wurde in letzter Sekunde tatsächlich 23. 

Rapid hat die historische Blamage von null Zählern abgewandt, aber auch nicht mehr  – und rutschte in der letzten Minute des Spieljahres wieder auf den letzten Platz ab.

Louis Schaub – einer von acht Österreichern in der Startelf – war in seinem 267. Spiel für Rapid als Kapitän eingelaufen, aber  zu zögerlich. Die Hausherren von Zrinjski eroberten den Ball, Bilbija kam zur Top-Chance, doch der Goalgetter scheiterte per Volley an einer überragenden Hedl-Parade (2.).

Der sonst schwache Seidl-Ersatz Gulliksen hatte den ersten Abschluss für die Gäste (3.). Der zweite brachte dann im sechsten Spiel in der Ligaphase die erste 1:0-Führung: Demir hatte geflankt und Louis Schaub köpfelte stark ins lange Eck (11.).

Es war das bereits 20. Europacup-Tor des 30-Jährigen für Rapid.

Mostar drückte 

Auf dem schlechten Rasen drückten die Hausherren auf den Ausgleich. Obwohl den Bosniern nicht alles gelang, wankten die ausgebrannt wirkenden Wiener mit einer sehr jungen Viererkette (Cvetkovic war angeschlagen und kam erst im Finish). Ivancic schoss knapp vorbei (32.). 

Hedl musste knapp vor dem Pausenpfiff gegen den Ex-Rieder Mikic und noch einmal Bilbija retten.

Rückkehr der Fünferkette

In der zweiten Hälfte versuchte Stefan Kulovits bei seinem letzten Auftritt als Interimstrainer, mit Auer als fünften Verteidiger die Defensive kompakter zu gestalten. Nach einem Stellungsfehler des Jokers kam Mikic wieder zum Schuss – dieser ging drüber (54.). Ebenso wie bei einer noch größeren Chance für Savic (58.).

Und Rapid? Hatte durch Wurmbrand eine gute Möglichkeit, mit der Mostars Druckphase zu Ende ging (59.).

Nach einer starken Amane-Aktion folgte die Top-Chance aufs 0:2: Joker Mbuyi schoss vorbei (73.).

Im Finish kam Antiste zu seinem höchstwahrscheinlich letzten Einsatz – die Leihe soll beendet werden.

Als die 500 mitgereisten Rapid-Fans mit einem Sieg rechnen durften, fiel doch noch das 1:1. Nenad Cvetkovic lenkte einen Stanglpass ins eigene Tor (93.). Rapid bleibt auch im neunten Pflichtspiel in Folge ohne Sieg.

Nach der Rückkehr aus Bosnien beginnt für die Spieler der Urlaub, während in Hütteldorf die heiße Phase der Trainersuche startet.

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