Die dritte Enttäuschung: Rapid verliert auch gegen Uni Craiova
Es geht rund in Hütteldorf
Zumindest die Choreografien aus dem Fansektor haben europäisches Niveau. Zum Klassiker „Wien, Wien, nur du allein“ aus dem Jahr 1912 wurde beim dritten Spieltag in der Conference League Wien als „Stadt meiner Träume“ transparent gewürdigt und besungen.
Vor 23.457 Fans im vollen Weststadion gab es dann gegen Uni Craiova nach Posen und Fiorentina aber die dritte Enttäuschung. Rapid ist gegen Uni bei der Prüfung durchgefallen. Nach dem 0:1 (0:1) ist der europäische Traum ausgeträumt.
Die Hütteldorfer haben als punktloser 36. und Letzter in der Tabelle drei Wochen vor dem Spiel beim polnischen Vizemeister Rakow nur noch theoretische Chancen auf die für das Play-off nötigen Top-24.
Nach drei Spielen mit ebensovielen Siegen hatte die Dreierkette bei Rapid wieder ausgedient. Erneut gehen den Hütteldorfern die Innenverteidiger aus. Weil Cvetkovic angeschlagen (ebenso wie Amane und Demir) nur auf der Bank Platz nehmen konnte, musste die Viererkette her.
Auch die zuletzt kranken Antiste und Ndzie saßen nur für Kurzeinsätze draußen. Grgic, seit Monaten nicht top-fit, sollte so lange wie möglich als Sechser abdichten.
Aggressiver Start
Das umgebaute Heimteam traf auf das bei Uni Craiova gewohnte, offensiv ausgerichtete 3-5-2. Rapid startete betont aggressiv, nach fünf Minuten waren Wurmbrand und Seidl mit Gelb belastet. Vor dem Rückstand bewahrte Gartler sein Team mit einer starken Parade bei einem Drehschuss von Cicaldau (5.).
Das Spiel war ein wildes, Schiedsrichter Matosa wirkte überfordert. Der 30-Jährige verteilte bei der Premiere in einer Ligaphase in 20 Minuten fünf Gelbe plus Gelb-Rot für Craiova-Trainer Radoi.
Erst nach 36 Minuten hatten die fahrigen, nie kompakten Hausherren die erste Chance, Karas Volley war nicht gut. Im Gegenzug ließ sich der defensiv inferiore Auer düpieren. Moras Flanke köpfelte der mitgesprintete Innenverteidiger Romanchuk ins Netz (37.).
Kara köpfelte Auers Flanke hingegen daneben (39.).
Hin und her
Die Fehlpassquote blieb auch nach der Pause hoch, Gartler musste gegen Nsimba zwei Mal das 0:2 verhindern (55., 65.). Dazwischen legte Kara Joker Antiste am Fünfer die Top-Chance auf – gehalten (62.). Nach einem Demir-Fehler musste Gartler gleich drei Mal parieren (71.).
Antiste vergab wieder (80.), auch Seidl schoss vorbei (82.), ebenso Bolla (84.).
Das Bemühen der Hausherren war immens, ebenso die spielerischen Unzulänglichkeiten. Deswegen konnte bei der Schlussoffensive gegen die Rumänen überhaupt kein Druck mehr aufgebaut werden.
Am Sonntag ist das Hütteldorfer Lazarett noch bei der WSG gefordert, die Länderspielpause danach kommt um keinen Tag zu früh.
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