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Heute vor 85 Jahren: Als Rapid nicht nur österreichische Sportgeschichte schrieb

Am 22. Juni 1941 besiegte Rapid den Favoriten Schalke 04 nach einer Aufholjagd 4:3 und wurde als einzige österreichische Mannschaft deutscher Meister.
1941: Bimbo Binder verwandelt einen Elfer gegen Schalke

 Der 22. Juni ist ein denkwürdiger Tag. Kurz vor dem WM-Duell der Österreicher mit dem Weltmeister darf eine andere rot-weiß-rote historische Großtat gewürdigt werden. Am 22. Juni 1941, also genau vor 85 Jahren, wurde das einzige Mal eine österreichische Mannschaft deutscher Meister. 

An diesem Tag besiegte Rapid im Endspiel zur deutschen Meisterschaft das für unbezwingbar gehaltene Schalke 04 mit 4:3. Die Königsblauen hatten die beiden vorangegangenen Meisterschaften geholt und 1939 mit Admira Wien einen Gegner aus der damaligen "Ostmark" im Endspiel mit 9:0 deklassiert.

Auch deshalb kündigte Rapids Kapitän Franz "Bimbo" Binder vor der Partie an: "Wir werden die Ehre von Wien wiederherstellen." Der Start für die Hütteldorfer verlief allerdings alles andere als nach Plan, nach acht Minuten lag die Mannschaft von Leopold Nitsch mit 0:2 zurück, in der 57. Minute kassierten die Wiener sogar das 0:3. Da war alles gelaufen. Oder doch nicht?

Was folgte, war der große Auftritt von Binder: Nach dem Anschlusstreffer von Georg Schors schnürte der Stürmer, der in seiner Laufbahn in 798 Spielen 1.155 Tore erzielte, innerhalb von nur acht Minuten einen Hattrick und schoss den SK Rapid quasi im Alleingang zum Titel.

Binder selbst war unter anderem danach auch Rapid-Trainer und zuvor schon Sektionsleiter, der gebürtige St. Pöltner starb 1989 in Wien.

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