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Chronik Niederösterreich Sankt Pölten
03/14/2021

St. Pöltner Sportgeschichte: Wo „Bimbo“ Binder groß wurde

Seine großen Erfolge feierte er mit Rapid Wien, seine Anfänge hatte das Ausnahmetalent beim FC Sturm 19.

von Markus Foschum

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Insgesamt 421 Tore hat er für Rapid und die Nationalmannschaften von Österreich sowie Deutschland erzielt. Im Verhältnis zu den 347 Pflichtspielen, die er bestritt, hält er damit einen Weltrekord. Insgesamt schoss er 1.006 Tore in 756 Spielen.

Die Rede ist vom besten Torjäger, den Österreich und St. Pölten bis jetzt (und wahrscheinlich für immer) hervorgebracht haben: Franz „Bimbo“ Binder.

Von St. Pölten zur Wiener Fußballegende

Er wurde am 1. Dezember 1911 in St. Pölten geboren und wuchs als viertes von zehn Kindern einer bitterarmen Arbeiterfamilie im „Glasscherbenviertel“ auf. Mit zwölf Jahren schloss er sich der von seinem Bruder Karl gegründeten und dem Verband der Arbeiterfußballer (Fafö) angehörenden „Sturm 19“ an.

1930 spielte er gegen das Arbeiterauswahlteam Ungarns, wurde vom Trainer von Rapid beobachtet und sofort nach Wien verpflichtet, wo er zur Fußballlegende wurde.

97 Jahre

Eine Legende in St. Pölten ist auch die erste Wirkungsstätte Binders, der Fußballverein FC Sturm 19. Dem die Stadt nun eine Ausstellung widmet.

1915 gründeten fußballbegeisterte Jugendliche den Verein „Austria Neuviehofen“, der 1919 in ASV Sturm 19 umbenannt wurde. Sturm 19 war der erste Arbeiter-Fußballverein in St. Pölten.

Lange Tradition bis zum Abstieg

Zuerst wurden die Spiele in Wagram auf der „Damisch-Wiese“ (heute Parkplatz-Traisenbrücke) ausgetragen, unter Bürgermeister Hubert Schnofl bekam der ASV Sturm 19 seinen eigenen Platz.

Der ASV Sturm 19 stieg in der Saison 2007/2008 noch in die erste Landesliga auf. In der folgenden Saison musste man aber aus finanziellen Gründen in die 2. Klasse Traisental zwangsabsteigen.

Vom Fußballplatz zum Park

Der letzte große Auftritt fand am 12. Oktober 2013 statt, als im Rahmen eines Freundschaftsspiels gegen Rapid Wien die Umbenennung des Sportplatzes in Franz-Bimbo-Binder-Sportanlage erfolgte. Im September 2016 wurde letztlich der Spielbetrieb eingestellt.

Ende 2020 wurde die Umgestaltung des alten Fußballplatzes in den „Sturm 19 Park“ beschlossen. Unter dem Titel „Der FC Sturm 19 ist Geschichte“ ist bis 6. Juni die Ausstellung zu sehen: www.stadtmuseum-stpoelten.at

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