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05.05.2018

Rapid beim LASK: Ein Duell um zwei Serien und Platz drei

Rapid unter Druck: Der LASK kann auf einen Erfolgslauf bauen, Trainer Glasner trifft aber auf seinen Angstgegner.

Eine Serie muss enden. Entweder jene schwarze von Oliver Glasner, der als Cheftrainer gegen Rapid noch nie gepunktet hat. Oder jene der schwarz-weißen Himmelsstürmer, die bei sieben Liga-Siegen in Folge halten.

Es könnten ab 16 Uhr im ausverkauften Paschinger Stadion auch beide Läufe enden. Wenn der LASK gegen Rapid remisiert und der Kampf um Platz drei damit völlig offen bleiben würde.

Außergewöhnlich sind die beiden Serien allemal: Glasner, der in seiner Trainerkarriere auf starke 1,83 Zähler pro Partie kommt, hat gegen die Hütteldorfer sowohl mit Ried als auch mit dem LASK immer verloren (siehe rechts). Gegen alle anderen Gegner konnte der Aufsteiger bereits siegen. „Wenn ihr wieder einmal ein Problem habt, ruft uns an“, scherzte der 43-Jährige nach seinem achten erfolglosen Versuch, dem 0:2 im Februar.

Zumindest das Stürmerproblem ist bei Rapid Vergangenheit: Damals hat Giorgi Kvilitaia mit einem Doppelpack für den ersten Sieg 2018 gesorgt und seither in Serie getroffen. Dafür ist die Lage in der Defensive trist: Max Hofmann ist gesperrt, Lucas Galvão weiter angeschlagen. Sollte der Abwehrchef ausfallen, steht Mert Müldür vor dem Debüt. „Ich traue ihm das zu. Er kann fast alle Situationen spielerisch lösen“, sagt Trainer Goran Djuricin über das 19-jährige Talent.

Sowohl bei Galvão als auch beim möglichen Comeback von Joelinton geht es laut Djuricin „um die Schmerzgrenze der Spieler. Wir werden das genau beobachten.“ Dagegenhalten müssten die Legionäre können: „Der LASK hat mit seinen schnellen Spielern eine unangenehme Spielweise. Es ist unsere Pflicht, alles für einen Sieg zu unternehmen. Es geht um unser Ziel Platz 3.“

Schwarz-weißer Kaffee

Die Linzer sind mit der Europacup-Qualifikation jedenfalls schon glücklich. „Alles, was noch draufkommt, ist der Schlag auf dem Kaffee. Der Kaffee schmeckt so aber schon gut“, erklärt Glasner. Neben all den Serien geht es aber auch um einen Rekord: Mit einem Sieg hätte der LASK als bester Aufsteiger der Liga-Geschichte Altach (2014/’15) überholt.

Welche Serie hält?

Glasners Rapid-Bilanz

Rapid – Ried (Juli ’14)1:0
Ried – Rapid (Oktober ’14) 1:2
Rapid – Ried (Februar ’15) 3:0
Ried – Rapid (April ’15)  0:1
Rapid – LASK (April ’17) 2:1
Rapid – LASK (August ’17) 1:0
LASK – Rapid (November ’17) 1:2
Rapid – LASK (Februar ’18)  2:0
8 Spiele, 8 Niederlagen, 3:14 Tore.

LASK ab Runde 26

WAC – LASK 0:3
LASK – Mattersburg 3:1
Admira – LASK 0:1
LASK – Salzburg 1:0
St. Pölten – LASK 1:3
LASK – Austria 1:0
Altach – LASK 0:2
7 Spiele, 7 Siege, 14:2 Tore.
So einen Lauf hatten die Linzer  bisher lediglich im Frühjahr 1984.