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350. Wiener Derby: Die Austria gewinnt gegen harmlose Rapidler

Rapid hatte meistens den Ball, aber keine Durchschlagskraft. Die Austria war beim 2:0-Sieg effizient und hat als Vierter die besseren Chancen auf den Europacup.
Austria gewinnt erneut in Hütteldorf

Das 350. Wiener Derby macht die Austria zur Nummer 1 von Wien: Mit einem 2:0-Sieg in Hütteldorf ziehen die Violetten an den dominanten, aber harmlosen Grünen vorbei und sind Vierter.

 Rapid droht hingegen das Play-off um das letzte Europacup-Ticket.

Die Fanblöcke waren bereits eine Stunde vor Anpfiff voll besetzt und höchst motiviert. Also sehr lautstark mit den üblichen verbalen Höhe- wie Tiefpunkten. 

Volles Haus 

So wie zuletzt beim skandalösen Nachspiel des Derbys im September 2024 gab es in Hütteldorf einen vollen Austria-Sektor. Aus Sicherheitsgründen wurde der Puffer daneben vergrößert, deswegen waren im komplett ausverkauften Haus „nur“ 25.500 Fans live dabei.

Rapid-Trainer Johannes Hoff Thorup setzte auf Janis Antiste, den Torschützen vom 1:3 beim LASK, und ganz vorne Andreas Weimann, dessen Familie aus England angereist ist. Der erneut enttäuschende Leihstürmer trug auch die Kapitänsschleife.

Der gesperrte Kapitän Matthias Seidl wurde im Zentrum von Lukas Grgic ersetzt.

Bei der Austria musste Kelvin Boateng, der beim 1:1 in Favoriten getroffen hatte, auf die Bank. Trainer Stephan Helm setzte ganz vorne auf die Technik von Johannes Eggestein und Sanel Saljic.

Eiskalte Gäste 

Rapid war von Beginn an dominant. Nach Bolla-Pass zog Nosa Dahl ab, Samuel Sahin-Radlinger parierte (4.).

Die Austria kam in Minute neun erstmals nach vorne und zeigte, was Derby-Effizienz bedeutet: Nach perfekter  Fischer-Flanke nutzte Sanel Saljic den (zu großen) Freiraum und köpfelte in hohem Bogen  zum 0:1 ein.

Bei zwei Stanglpässen der Hausherren quer durch den Strafraum zeigte sich das alte Problem der Grünen: In der entscheidenden Zone vor dem Tor war keiner da.

Nach 20 Minuten verletzte Reinhold Ranftl mit einem Gelb-Foul Jannes Horn. Der Deutsche versuchte es noch weiter, vergab mit einem Schuss eine gute Chance, konnte aber nicht mehr.

Mit Nikolaus Wurmbrand wechselte Hoff Thorup links außen offensiv (25.).

Rapid hatte über 70 Prozent Ballbesitz und ließ einen Konter zu, Nenad Cvetkovic konnte Saljic noch vom Ball trennen (30.).

In Minute 34 war das 1:1 nahe, Antiste köpfelte vorbei.

Ehrung der Helden von 1996 

30 Jahre nach dem Europacup-Finale 1996 (0:1 gegen PSG) wurden in der Pause die damaligen Rapid-Helden geehrt, gefeiert und mit einer feinen Choreografie gewürdigt.

FUSSBALL/BUNDESLIGA/ADMIRAL BUNDESLIGA/MEISTERGRUPPE/9. RUNDE .FUSSBALL-BUNDESLIGA: SK RAPID - FK AUSTRIA WIEN

 In der zweiten Hälfte war das Bild ähnlich, aber Rapid ungefährlich. Anders Philipp Maybach, der aus der Distanz abzog. Niki Hedl konnte  noch parieren (59.).

Per Eckball legten die Violetten nach. Serge-Philippe Raux-Yao passierte ein  patschertes Eigentor – 0:2 (61.).

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Die 2.300 Austria-Fans feierten, während es im Stadion insgesamt deutlich leiser wurde.

Erst jetzt kamen Ercan Kara und Yusuf Demir, aber die Grünen waren sichtlich angeschlagen. Die Austria wurde immer passiver, doch im Konter über Manfred Fischer gefährlich (76.).

In der Rapid-Viertelstunde warteten 23.000 der anwesenden Fans weiter auf eine Top-Chance von Rapid, doch die gab es trotz der mittlerweile sechs Offensivspieler auf dem Rasen erst in Minute 89 – Demir vergab.

Am Sonntag steht die letzte Runde an, für Rapid in Graz gegen Sturm, für die Austria in Favoriten gegen den LASK.

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