1:1 in Altach: Rapid fehlten wenige Minuten auf den Einzug in die Top-6

Massombo köpfelte in Minute 86. zum 1:1 für Altach ein. Daher steht Rapid kommende Woche gegen Salzburg unter Druck.
Weimann traf zum 1:0

Jetzt wird es eng für Rapid im Kampf um die Top-6. Am Sonntag spielten alle für Rapid, nur Rapid nicht. Nach dem 1:1 in Vorarlberg haben die Wiener als Sechster vor dem letzten Spiel gegen Salzburg nur einen Punkt Vorsprung auf Altach und zwei auf Ried und WSG. Rapid schafft es nur mit einem Sieg gegen den Tabellenführer fix in die Meistergruppe, bei allen anderen Ergebnissen müssen die Wiener auf Schützenhilfe hoffen.

Am Sonntag gab es erstmals Aufregung in Altach, als der VAR Schiedsrichter Christian-Petru Ciochirca zum Video-Studium bat. Altach-Goalie Stojanovic hatte Wurmbrand per Wrestling-Griff zu Boden gerissen. Für einen Strafstoß war es dem Referee zu wenig (18.).

"Das war für mich der klarste Elfmeter in dieser Saison", ärgerte sich Rapid-Trainer Johannes Hoff Thorup. "Es kommen zu oft solche Vorfälle vor." Im Gespräch erläuterte ihm Ciochirca, dass Wurmbrand davor den Tormann gefoult hatte. 

Es war in der ersten Hälfte die größte Chance von Rapid auf einen Torerfolg.   Rapid hatte mehr Ballbesitz, vermochte es aber nicht, daraus auch mehr Chancen herauszuspielen.  Weimann verfehlte bei einer scharfen Hereingabe von Bolla knapp (36.), Seidls Schuss fiel zu harmlos aus (37.). Rapid-Goalie Hedl musste sich bei den Abschlüssen von Hrstic (24.) und Greil (25.) schon mehr bemühen.

Rapid-Sportchef Markus Katzer gab in der Pause zu, dass der 2:0-Zwischenstand von GAK gegen Ried nicht an die Mannschaft weitergeleitet wird. Vielleicht hätte es die Rapidler motiviert, dass sie nur knapp vom fixen Einzug in die Top-sechs  entfernt gewesen waren.  

Rapid traf aber auch unwissend. Der quirlige Nunoo nahm einen langen Ball im Rücken des Altachers Oswald perfekt in den Lauf mit und legte kurz vor der Outlinie noch einmal in die Mitte ab, wo Weimann den Ball über die Linie bugsierte. Es war das erste Bundesliga-Tor der 34-jährigen Wieners (52.). 

Und dennoch sollte es keine Entscheidung zugunsten von Rapid sein.  Denn in der Schlussphase schlief die Rapid-Defensive, Cvetkovic konnte bei einem Kopfball  von Massombo nur zusehen – Altach glich zum 1:1 aus (86.).  Die Vorarlberger waren jetzt die klar bessere Mannschaft. Einen Schuss von Ingolitsch konnte Hedl mit einem Reflex gerade noch abwehren (95.). Es blieb beim Remis, das vor allem Altach half.

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