Ein Unentschieden reichte der Austria für die Meistergruppe

Die Wiener Austria musste gegen den LASK zwei Mal einen Rückstand ausgleichen. Mit dem Punktgewinn können beide Teams für die Meistergruppe planen.
Drüber und drunter: Austria und LASK spielten 2:2, beide sind in der Meistergruppe.

Ein 2:2 genügte der Austria wie dem LASK für das vorzeitige Erreichen der Meistergruppe. Der Fußballabend begann mit einer Trauerminute. Gedacht wurde einer violetten Legende, Georg „Schurli“ Schreitl, der 96 Jahre alt werden durfte. Der Austria-Masseur hatte Generationen an violetten Wadln geknetet, war von den Fans stets frenetisch gefeiert worden, wenn er zu seinen „Einsätzen“ zu einem verletzten Spieler ausgerückt war. Am Sonntagabend wurde er ein letztes Mal mit Applaus bedacht.

Zunächst gab es in einer ausgeglichenen Partie nur wenige Aktionen, die eines Applauses würdig gewesen wären. Die erste gute Möglichkeit verbuchten die Linzer, als Usor an Sahin-Radlinger scheiterte (17.).

Nebengeräusche

Die violetten Fans wünschten sich zwischendurch gesanglich den Abgang von Investor Jürgen Werner. Ebenso eine gesteuerte Aktion wie so mancher Angriff gegen AG-Vorstand Harald Zagiczek oder ein Transparent gegen „Vermittler“ Josko Rokov („Schweig und nimm dich in Acht“) und ein weiteres gegen Sebastian Prödl. So viel, wie bei der Austria im Hintergrund über die Bande gespielt wird, wäre bei den Violetten eine Billard-Sektion mittlerweile absolut zulässig und gerechtfertigt. Wenig später erzürnte das 1:0 für den LASK die Austria-Gemüter, Usor staubte einen Stanglpass ab (24.). Davor war eine Attacke von Bogarde an Plavotic nicht als Foul gewertet worden.

Das Spiel der Austria wollte nicht recht in Gang kommen, einige kleine Fehler und die LASK-Defensive machten das Bemühen oft zunichte, weshalb man viel zu selten Gefahr aufbauen konnte. Nur Maybach mit einem Kopfball näherte sich einem Torerfolg an. Der LASK wiederum sorgte mit dem schnellen Umschaltspiel in die Tiefe für Unruhe. Unmittelbar nach der Pause nützte die Austria aber eine Standardsituation zum Ausgleich. Nach einem Freistoß von Eggestein kam der Ball zu Dragovic, der abzog und zum 1:1 traf (47.).

Schlagabtausch

Die Fans konnten sich endlich auf das Wesentliche, den Fußball, konzentrieren. Wenig später hatte Barry, freigespielt von Eggestein, die Führung ebenso auf dem Fuß wie Plavotic. Beide vergaben, doch die Austria mehr denn je an diesem Sonntag im Spiel. Auf der anderen Seite schloss Kalajdzic eine tolle Kombination elegant ab, traf dabei aber nur die Stange. Austria-Trainer Helm brachte im Finish mit Markovic und Vucic zwei flotte Spieler für die offensiven Räume, Fischer und Barry sollten das Zentrum halten.

Das gelang nur kurz, weil der LASK in der 73. Minute in Führung ging. Schnell wurde wieder nach Ballgewinn gekontert, Usor bediente Lang, der an der zweiten Stange wartete. Im Finish hatten beide Teams gute Möglichkeiten, Taeseok mit einem Volley für die Austria, Entrup für den LASK. Nach einem Handspiel von Cisse gab es Elfer für die Austria, den Eggestein zum 2:2 verwandelte (87.).

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