Ein neuer Kandidat: Der zweite Nationalratspräsident Karlheinz Kopf soll als Präsident die Nummer eins in der Bundesliga werden.

© APA/GEORG HOCHMUTH

Präsidentenwahl
12/03/2013

Die Bundesliga stellt sich neu auf

Hans Rinners Wiederwahl wackelt. Nationalratspräsident Karlheinz Kopf soll antreten.

von Stephan Blumenschein, Alexander Huber

Im Schatten des Wettskandals stellt die Bundesliga die Weichen Richtung Zukunft. Bevor Freitagabend die Weihnachtsfeier beginnen kann, steht bei der Hauptversammlung die Wahl des Präsidenten an.

Der Weihnachtsfriede ist gefährdet, denn laut KURIER-Informationen kündigen sich Überraschungen an. Die Wiederwahl von Hans Rinner schien ein Formalakt zu sein. Doch immer mehr Unterstützer des Ex-Sturm-Präsidenten schwenken um.

Als Alternative gilt Karlheinz Kopf. Der 56-Jährige ist Aufsichtsratsvorsitzender von Altach, dem Leader der zweiten Spielklasse. Seit einem Monat ist der ÖVPler im Amt des zweiten Nationalratspräsidenten. Dem Vernehmen nach ist Kopf bereit, sich noch als Bundesliga-Präsident nominieren zu lassen – aber keinesfalls als Gegenkandidat zu Rinner. Einen Kommentar wollte Kopf dazu nicht abgeben.

„Es gab den Wunsch nach Kontinuität. Deswegen vermittelt der Wahlvorschlag ein eindeutiges Bild“, sagt Markus Kraetschmer (Austria) in seiner Funktion als Wahlausschuss-Vorsitzender über die schriftlichen Vorschläge der Klubs.

Doch nach dem Ende der Abgabefrist (7. November) brach der Wettskandal aus. Rinner sorgte seither ebenso wie Ligavorstand Pangl (der aber nicht zur Wahl steht) mit verharmlosenden Aussagen für Unverständnis. Kopfschütteln erntete Rinner für seinen Vorschlag, die endgültige Entscheidung über den Punkteabzug für die Admira erst nach Saisonende bekannt zu geben – um die Spannung zu erhöhen.

Außerdem bekam sein Wunsch, Kapfenbergs Erwin Fuchs zum Vizepräsidenten zu wählen, durch den Wettskandal eine schiefe Optik. Rinner soll nun vom Verzicht überzeugt werden.

Sieben Punkte im Kampf gegen den Betrug

Künftig wird sich die Staatsanwaltschaft Graz und nicht mehr jene in Salzburg um die Spielmanipulations- und Wettbetrugsaffäre in Österreichs Fußball kümmern.

In einem Krisengipfel des Sportministeriums mit dem ÖFB und der Bundesliga wurde am Montag ein 7-Punkte-Maßnahmenpaket verabschiedet. Dieses soll bis zum Saisonstart 2014/’15 umgesetzt werden und umfasst sieben Punkte:

1. Der Weg der Prävention und Information mit dem Verein „Play Fair Code“ soll intensiviert werden;

2. Eine Ansprechstelle für betroffene Sportler soll geschaffen werden;

3. Ebenso ein Vorsorgemodell für Profi-Fußballer;

4. Notwendig sind Wett-Schranken zum Schutz der Sportler;

5. Eine Arbeitsgruppe mit Justiz- und Innenressort soll prüfen, ob die vorhandenen gesetzlichen Regelungen ausreichen, oder ob ein bundeseinheitliches Sportwettengesetz nötig ist;

6. Ereigniswetten sollen verboten werden;

7. Europäisch einheitliche Gesetze zur Erleichterung internationaler Ermittlungen müssen das Ziel sein.

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