Sport | Fußball
14.12.2011

Peter Pacult wirbt um Roman Wallner

In der Winterpause steht Salzburg der nächste Umbau bevor. Elf Verträge laufen aus.

Die Salzburger Personalpolitik ist nicht durchschaubar. Trainer Ricardo Moniz hatte im Mai angekündigt, einen Kader mit 23 Spielern haben zu wollen. Mittlerweile stehen 29 Profis unter Vertrag.

Eigentlich sind es ja schon 30. Die Verpflichtung Cristiano da Silvas vom brasilianischen Viertligisten Juventude ist nur mehr Formsache. Der im Jänner 25-jährige Offensivspieler wird einen Vertrag bis 2015 erhalten und soll eine Million Euro Ablöse kosten.

Der Kader ist viel zu groß – da sind sich alle einig, über die Modalitäten der Verkleinerung hingegen nicht. Moniz soll nur marginale Veränderungen vornehmen wollen – im Gegensatz zu den Klubverantwortlichen

Es könnten ein Großteil der Spieler, die nur bis Sommer Vertrag haben, schon in Winter den Klub verlassen. Alex, Bruins, Chema Anton, Heimann, Jefferson, Leonardo, Pasanen, Schwegler, Ulmer, Wallner und Zarate stehen nur mehr bis Sommer unter Vertrag. Für Wallner würde es einen konzerninternen Interessenten geben. RB-Leipzig-Trainer Peter Pacult gilt als Fan des 29-Jährigen.

Umworben

Konkrete Anfragen aus dem Ausland gibt es dazu für Martin Hinteregger (Vertrag bis 2014). Der 19-jährige Defensivspieler, der schon freiwillig auf die U-20-WM in Kolumbien verzichtet hat, soll aber kein allzu großes Interesse an einem Vereinswechsel haben.

Auch die wichtigste Personalie ist noch immer nicht wirklich geklärt. Bleibt Moniz Trainer oder nicht? Sportchef Hochhauser hat mehrmals betont, dass ein Trainerwechsel kein Thema sei. Doch diese Entscheidung fällt nicht in seinen Kompetenzbereich. Die Trainerfrage ist Chefsache, obwohl Red-Bull-Boss Mateschitz sich sonst nicht ins Tagesgeschäft einmischt. Das heißt aber nicht, dass Moniz in jedem Fall Trainer bleiben wird.

Im Klub gibt es einige einflussreiche Mitarbeiter, die mit dessen Personalführung Probleme haben.