Sport | Fußball
16.05.2018

ÖFB-Teamspieler Schaub wechselt von Rapid zu Köln

Der 23-Jährige nimmt seine im Herbst 2016 bei der Vertragsverlängerung vereinbarte Ausstiegsklausel in Anspruch.

Nun ist es fix: Louis Schaub wechselt nach dem Saisonende nach Deutschland. Der 23-jährige Teamspieler nimmt seine im Herbst 2016 bei der Vertragsverlängerung vereinbarte Ausstiegsklausel in Anspruch und schließt sich Bundesliga-Absteiger 1. FC Köln an.

Über die genauen Vertragsdetails, die über die Laufzeit (bis 2022) hinausgehen, wurde zwischen den involvierten Parteien Stillschwiegen vereinbart.

Zurück zu den "Wurzeln"

Schaub will in Köln die nächste Karrierestufe zünden. "Ich bin überzeugt, dass dieser Schritt für mich und mit bald 24 Jahren der richtige ist", erklärte der Offensivmann. "Louis ist ein vielseitiger, technisch starker Spieler, der auf allen Offensivpositionen im Mittelfeld eingesetzt werden kann", sagte Kölns Sportdirektor Armin Veh auf der Website der Deutschen. Sein Urteil über den achtfachen Teamspieler: "Er hat für sein Alter schon viel Erfahrung gesammelt und verfügt über großes Potenzial. Ich bin überzeugt, dass er uns mit seiner Qualität sofort helfen kann und dass er in unserer Mannschaft und bei unserem Trainerteam sehr gut aufgehoben ist, um sich weiterzuentwickeln."

Sein Rapid-Pendant Fredy Bickel bedauerte den Abgang naturgemäß. "Natürlich tut uns der Abgang von Louis Schaub leid, denn wir hätten ihn gerne länger bei uns im Klub gehabt. Louis hat sich die Entscheidung auch nicht leicht gemacht, und es ist legitim, dass er von seiner vertraglich vereinbarten Möglichkeit nun Gebrauch macht", betonte der Schweizer. Deutschen Medienberichten zufolge beträgt die Ablöse rund 3,5 Millionen Euro.

Für Schaub ist es gewissermaßen auch eine Rückkehr zu den eigenen Wurzeln. Der Sohn des 2003 verstorbenen ehemaligen deutschen Admira-Legionärs Fred Schaub wurde in Fulda geboren, wo nach wie vor Teile seiner Familie leben. Mit Köln peilt Schaub die sofortige Rückkehr ins deutsche Oberhaus an. Für Köln war Ende April eine turbulente Saison, zu deren Beginn man sogar in der Europa League vertreten war, mit dem Abstieg zu Ende gegangen. Von Trainer Peter Stöger hatte man sich schon im Dezember getrennt.

"Der 1. FC Köln ist ein großer Klub mit viel Wucht, großartigen Fans und einer besonderen Atmosphäre. Die Gespräche mit den Verantwortlichen haben mich absolut davon überzeugt, zum FC zu wechseln", wurde Schaub auf der Homepage seines neuen Arbeitgebers zitiert. Köln ist Schaubs zweite Profistation. Der 1,77-Meter-Mann machte seine ersten Schritte in der Admira-Akademie, ehe er 2007 nach Hütteldorf wechselte. Seit 2012 absolvierte er 203 Pflichtspiele für Rapids Kampfmannschaft.